ZX-Backplane

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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 22.01.2017, 20:22

20170122_201627k.jpg
20170122_201627k.jpg (71.68 KiB) 1624 mal betrachtet
20170122_201634k.jpg
20170122_201634k.jpg (60.39 KiB) 1624 mal betrachtet
Entschuldige die stark vereinfachte und nicht maßstabsgetreue Skizze. :mrgreen:

Was ZXmore und so angeht - das kann doch das Flachbandkabel ausgleichen.
Da sehe ich nicht so das Problem. Paar cm Abstand kriegt man doch hin.
Aber Du hast Recht - ich habe natürlich an den Standard Zeddy oder NU gedacht.
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von tokabln » 22.01.2017, 20:24

PokeMon hat geschrieben: Also VG Leisten schraubt man aber nicht mehr manuell mit Z-Leisten in ein 19 Zoll Gehäuse. Das war Stand 80er Jahre als man noch mit Kabelbäumen gearbeitet hat. Alle Backplanes werden normalerweise mit normalen Standard Modulschienen in ein 19 Zoll Gehäuse geschraubt. Dafür gibt es diese Isolierstreifen hier:
Ja... aber das ist genau das was ich sage... wenn wir uns auf Europakartenformat einigen, dann geht das nicht so... weil Backplanes breiter als die einzusteckenden Europakarten sind.

Europakarte : Die meistverbreitete Größe ist 100 mm × 160 mm (sprich 100mm Höhe/Breite oder wie Du es willst)
Siggis Backplane : (B x L) 128mm x 203.2mm

Nachtrag 1 @Karl: Danke für die Zeichnung... ich denke das mit dem Flachbandkabel ist Option 2... richtig wäre wohl ein Portstecker (Option1) wie er auch bei den ganzen Karten verwendet wird.

Nachtrag 2 @Karl: aber Deine Idee kann trotzdem umgesetzt werden, nämlich dann wenn die Treiberplatine im 1/2 Europakartenformat erstellt wird und daran dann um 90° gedreht die Slotplatine... ich denke das ist eine gute Idee... so werde ich das mal angehen. Danke
Lieben Gruß Torsten
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von tokabln » 22.01.2017, 20:43

So könnte es gehen...
Idee Treiber & Extender.jpg
Idee Treiber & Extenderboard (Backplane)
Idee Treiber & Extender.jpg (23.92 KiB) 1624 mal betrachtet
Lieben Gruß Torsten
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Re: ZX-Backplane: Stromversorgung?

Beitrag von siggi » 22.01.2017, 21:52

Und noch 'ne Baustelle: wie wollen wir denn die Stromversorgung machen?

Bei meiner Backplane hatte ich angedacht, den Zeddy vom Bus mit +9V zu versorgen, damit er sich seine +5V selbst machen kann. Die Busplatine wollte ich mit "+9V" versorgen, die für ihre Karten dann die +5V selbst macht (wie ZXblast, z. B. mit Stefans Regler, der 5V/3A kann, was schon ein Stück weit reicht):
http://forum.tlienhard.com/phpBB3/viewt ... t=25#p8628

Die +5V des Zeddy und die des Busses müssten dabei getrennt bleiben, damit jeder nur "seinen" Teil versorgt.

Aber: zumindest kurzzeitig (einge 10/100 msec) haben wir beim Ein- und Ausschalten damit das gleiche Problem wie mit ständig ausgeschalteten Karten: ein Teil des Systems (z. B. der Bus mit den gesteckten Karten) hat schon 5V (weil sein Regler schneller hochläuft) und der andere Teil (z. B. Zeddy) hat noch ca. 0V, weil sein Regler langsamer hochläuft (oder umgekehrt).

Vielleicht müssten wir Bus und Zeddy einheitlich mit +5V versorgen (wie beim ZX96????)?
Dann müßte man bei Standard-Zeddies mit 7805 als Spannungsregler aber Schutzdioden einlöten, damit der 7805 nicht den "magischen Rauch" entweichen läßt, wenn er von "draußen" +5V kriegt, seine eigenen +9V aber (noch) nicht da sind ...
Stefans Regler können das m. W. ab, ohne abzurauchen ...

Gruß
Siggi
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von tokabln » 22.01.2017, 21:57

Mmmhh... wenn man die 5V vom Zeddy detektieren würde, könnte man vielleicht die externen 5V einschalten lassen. Das hiesse dann das die Stromversorgung am Extender immer angeschlossen sein müsste damit er quasi gleichzeitig eingeschaltet / ausgeschaltet wird wenn der Zeddy an / ausgeschaltet wird.
Lieben Gruß Torsten
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 22.01.2017, 22:20

Ja, die Platine wird dann größer als Europa (128mm statt 100mm) aber das wäre ja kein Beinbruch.
Man braucht ja auch noch Platz für die Signalzuführung.
Warum zeichnest Du für ZXmore und ZX81 unterschiedliche Steckexpositionen ?
Dann rutscht halt die ganze Backplane weiter nach links, was ich jetzt nicht schlimm fände.

Meiner Meinung nach wird die Backplane vermutlich eher mit dem NU eingesetzt.
Oder einem richtigen Zeddy.
Das schöne ist, dass der NU auch gut in ein 19 Zoll Rack passt ...

Betreffend Stromversorgung:
Ich würde doch dafür plädieren, nur EINE Stromversorgung einzusetzen und in dem Fall den Zeddy, NU oder was man hat auch von der Backplane zu speisen. 2 Netzteile gibt nur Probleme und wenn man ein vernünftiges Netzteil hat, kann es doch das Gesamtsystem versorgen.

Diese 7805 kompatiblen Module von Murata sind eigentlich ganz nett. 5V 1.5A sollte doch ausreichen.

https://www.reichelt.de/Wandler-groesse ... ARCH=%252A

Wenn man einen Original Zeddy anschließt, werden die stromhungrigen 1k RAMs ja abgeschaltet. Und alle Nachbauten brauchen wenig Strom. 100 bis 150 mA ungefähr. Dann könnte man ein 9V Netzteil verwenden, wenn 9V ausreichend ist. Die uralten Speicherblöcke wird wohl kaum jemand dranhängen wollen. :wink: Eine Alternative wäre ein 5V Netzteil und ggf. einen Aufwärtswandler wenn man+12V wirklich braucht. Ich weiß jetzt nicht, für was konkret.

https://www.reichelt.de/Wandler-2-3-W/R ... ARCH=%252A


PS: Man kann ja das Original Netzteil vom Zeddy an der Backplane anschließen. Meines hat 1.2A - das sollte eigentlich reichen. Das sind ungefähr 11 Watt, der Regler verträgt eh nur 8W, dann bleiben noch 3W für "12V Verbraucher" übrig. Wenn überhaupt die 5V/1.5A je ausgereizt werden. Ich würde daher das Zeddy Netzteil einfach in die Backplane einstecken. :wink:
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von siggi » 22.01.2017, 23:01

PokeMon hat geschrieben: Ich würde doch dafür plädieren, nur EINE Stromversorgung einzusetzen und in dem Fall den Zeddy, NU oder was man hat auch von der Backplane zu speisen. 2 Netzteile gibt nur Probleme und wenn man ein vernünftiges Netzteil hat, kann es doch das Gesamtsystem versorgen.
Das beschriebene Problem waren ja nicht 2 Netzteile (mit jeweils +9V), sondern eine gemeinsame Stromversorgung (mit 9V) mit 2 getrennten Reglern auf +5V: der interner Regler im Zeddy kann nicht den ganzen Bus versoren (Kühlblech wird rotglühend :wink: ) und ein eigener Regler für +5V der Busplatine läuft schneller/langsamer als der Regler im Zeddy hoch, wodurch Spannungsdifferenzen entstehen können ...
Wenn man einen Original Zeddy anschließt, werden die stromhungrigen 1k RAMs ja abgeschaltet. Und alle Nachbauten brauchen wenig Strom. 100 bis 150 mA ungefähr.
Und ZxBlast hast Du wohl vergessen, das schon für die 2 USB-Schnittstellen nach Norm 2x500mA bei 5V liefern muss
Dann könnte man ein 9V Netzteil verwenden, wenn 9V ausreichend ist. Die uralten Speicherblöcke wird wohl kaum jemand dranhängen wollen. :wink: Eine Alternative wäre ein 5V Netzteil und ggf. einen Aufwärtswandler wenn man+12V wirklich braucht. Ich weiß jetzt nicht, für was konkret.
ZXblast? :mrgreen:

Gruß
Siggi
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von Werner » 22.01.2017, 23:26

Im Zusammenhang mit einem Robotprojekt bin ich zu einem ähnlichen Designkonzept wie gerade von Euch vorgestellt gekommen. Die Bustreiberlogik ist direkt am Rechner auf einer längs geteilten Europlatine vertikal platziert. Wegen Zeitmangel ist es leider noch nicht fertiggestellt und enthält wegen der langen Kabelverbindung zur Busplatine sicherlich noch einige Anpassungsprobleme. Die Kabellänge ist bei meinem Projekt leider konstruktionsbedingt vorgegeben, da Rechner und Busplatine übereinander montiert werden müssen.
Viele Grüße
Werner
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Re: ZX-Backplane: DMA und Interrupts?

Beitrag von siggi » 23.01.2017, 09:13

Muss man noch ein paar exotischere Dinge bei der Treiberplatine beachten? DMA kommt ja nur selten vor (ich kenne nur 1 Basterprojekt von Wilf, aber vielleicht nutzen es auch käufliche Karten wie Floppycontroller?), ebenso das Einlesen von Daten über den Bus (z. B. Interrupt-Vectoren) während des Interrupts (vielleicht eher beim Speccy benutzt, falls die Treiberkarte dort trotz teilweise anderer Busbelegung auch genutzt werden soll).

Bei DMA (vom Bus her) müssen die Adressbustreiber und der Datenbustreiber in die entgegengesetzte Richtung arbeiten, damit RAM "vor" den Bustreibern (beim ZXNU und ZxMore auf der CPU-Platine, nicht auf der Backplane und damit "hinter" den Treibern) von der Backplane her adressiert und gelesen/geschrieben werden kann.

Beim Interrupt liest die CPU den Interruptvector nicht mit dem klassischen /RD-Signal, sondern anders (/IORQ + /M1 oder so). Das müßte dann auch zum Richtungsumschalten des Datenbustreibers (vielleicht auch zu dessen Aktivierung?) benutzt werden.

Gruß
Siggi

Edit: Nachtrag: Wilf's Projekt mit DMA: http://www.user.dccnet.com/wrigter/index_files/HS4.htm
Zuletzt geändert von siggi am 23.01.2017, 09:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von tokabln » 23.01.2017, 09:27

Hallo siggi,

Deinen letzten Post verstehe ich nicht ganz... eine Adressdekodierung findet auf den individuellen Platinen statt. Der Bustreiber wird "einfach" nur die Signale (und ich denke ich werde ALLE Signale) weitleiten. Natürlich in Abhängigkeit von den jeweiligen Signalrichtungen müssen entsprechende Treiber drauf aber mehr sehe ich hier im Moment nicht.

Oder habe ich da was falsch verstanden?
Lieben Gruß Torsten
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von siggi » 23.01.2017, 09:38

Bei DMA "geht die CPU vom Bus runter" und ein externer DMA-Controller steuert Adress- und Datenbus und Control-Bus. Damit er dann z. B. Daten von der Floppy ins Ram schreiben kann, muß er natürlich das RAM adressieren können. Dazu muß aber der Bustreiber, der normalerweise den Adressbus von der CPU in Richtung zur Backplane treibt, in der Richtung umgeschaltet werden, damit er nun (während DMA) von der Backplane zur CPU (und dem Ram dort, bei NU und ZxMore) treibt.

Ebenso muß die Richtung des Datenbustreibers während DMA umgedreht werden, da ein /RD-Signal, das normalerweise den Bustreiber in Richtung Backplane->CPU schaltet, im DMA-Betrieb die Daten aus dem Ram (bei der CPU) in Richtung Backplane (zum DMA-Controller) liefern muss.

Gruß
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 23.01.2017, 20:23

Was das Thema 9V/5V angeht:

Also mehrere Netzteile und mehrere Spannungsregler sind kontraproduktiv. Es gibt eine recht einfache Möglichkeit den Spannungsregler ohne Eingangsspannung zu betreiben und mit einer Diode zu schützen. Das kann man übrigens generell machen, da bei normalem Betrieb die Diode in Sperr-Richtung ist (Eingangsspannung > Ausgangsspannung). Wenn die Eingangsspannung kleiner als die Ausgangsspannung ist, kann man den Regler durch eine solche simple Diode schützen. Ist dann harmlos.
Bildschirmfoto 2017-01-23 um 20.15.28.png
Bildschirmfoto 2017-01-23 um 20.15.28.png (81.4 KiB) 1553 mal betrachtet
Von daher wäre mein Vorschlag, grundsätzlich an jedem Slot (auch am Zeddy Anschlussbus) eine solche Diode einfach in Sperr-Richtung zwischen 9V und 5V zuschalten. Dann wären die Regler schon mal geschützt. Wenn man dann ein (leistungsstarkes) 5V Netzteil hat, ist alles sauber versorgt. Ohne 9V. Und läuft auch mit ZXblast. Wie auch mit Standard Zeddy.

Die Frage ist, ob es Karten gibt, die darüber hinaus noch +9V oder +12V brauchen. Eventuell kann man ja einen Aufwärtsregler mit vorsehen und optional die 9V für jeden Slot einzeln anschliessen oder auch nicht. Dafür würde es meiner Meinung nach ein einfacher Jumper tun. :wink:

Was DMA angeht - mir ist kein Projekt mit einem Zeddy bekannt, was das nutzt. Scheint mehr ein akademisches Problem zu sein. An der Richtungsumschaltung des Treibers würde ich da nicht drehen, es gibt eine viel einfachere Möglichkeit nämlich über /OE den Treiber auf Tristate zu schalten. Dann ist der Zeddy passiv. Man könnte /BUSREQ direkt dafür nehmen (oder besser /BUSACK !) und müsste das einfach invertieren. Dann kann es die /OE Eingänge der LS/HC/HCT 244 oder 245 direkt schalten.
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von tokabln » 23.01.2017, 20:48

Hallo Karl,

Danke für die Info. Ich habe heute mal ein wenig im Internet gestöbert und bin dabei für die Adressleitung über die Treiber 74xx540 bzw. 541 gestolpert und bei den Datenleitungen wurden 245er eingesetzt. Hast Du mit erstgenannten Erfahrungen?

Das mit der Diode denke ich ist machbar und auch der Jumper für die 9V sollte keine Hürde sein. Den Rest nehme ich mit in die Planung. Allerdings möchte ich einen Eingriff in den Zeddy verhindern. Daher müsste die Diode für den Zeddy wenn dann mit auf die Treiberplatine. Sowohl für sie Slots als auch für den Zeddy müsste es ja eigentlich eine 1N4002 oder 1N4001 tun
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von siggi » 23.01.2017, 21:54

Ich habe nochmal zum Thema DMA nachgedacht und bin auf ein weiteres Problem gestoßen, was die Datenbusfreigabe des Treibers betrifft (/BUSCS): wenn DMA stattfindet, stellen sich ja die Z80 im NU und ZxMore tot. Aus Sicht des neuen Busmasters (z. B. DMA-Controller) auf der Backplane sind das dann "nur" noch Speicherplatinen. Wenn so eine "Speicherplatine" adressiert wird (z. B. das ROM oder RAM des NU), dann wäre diese "Speicherplatine" dafür verantwortlich, das /BUSCS-Signal zur Aktivierung des Datenbustreibers zu generieren (wie es ja auch andere Speicherplatinen des ZX96 tun). Diese Signale gibt's aber nicht im NU und ZXmore.

Man könnte diese zwar leicht nachrüsten (Entkoppeldioden zwischen /CE des Rams bzw. Roms einfügen, die dann auch /BUSCS mit runterziehen, wie es Joachim auch auf der Mini-Mefisdos-Platine gemacht hat), aber am Stecker mit der Sinclair-Belegung gibt's dieses Signal ja auch nicht (liegt ja in der Kerbe des Sinclair-Bus-Steckers). Außer den Dioden müsste man also auch noch eine Busleitung nachrüsten.

Ohne Basteleien an NU und ZXmore ginge also DMA Richtung deren Speicherbausteine nicht. Also kann man das Thema DMA wohl beenden ....

Gruß
Siggi

PS: ähnliches Problem stellt sich auch beim Einlesen eines Interrupt-Vectors über den Datenbus. Wer schaltet da das /BUSCS frei?
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 23.01.2017, 22:01

tokabln hat geschrieben:Hallo Karl,

Danke für die Info. Ich habe heute mal ein wenig im Internet gestöbert und bin dabei für die Adressleitung über die Treiber 74xx540 bzw. 541 gestolpert und bei den Datenleitungen wurden 245er eingesetzt. Hast Du mit erstgenannten Erfahrungen?
Nein Erfahrung nicht. Aber 541 ist wahrscheinlich sinnvoller für Layout als 241/244 weil die Eingänge auf der einen und Ausgänge auf der anderen Seite sind. Sonst würde ich mir da keine Gedanken machen, die Funktionalität ist ja gleich. 540 macht wenig Sinn, weil alle Signale invertiert werden.

Und die Diode kann man ja auf der Backplane platzieren, da ist ja kein Eingriff in den Zeddy nötig. Der hat ja außen +9V und +5V. Wie alle Slots auch. :wink:
Zuletzt geändert von PokeMon am 23.01.2017, 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 23.01.2017, 22:07

Wo gibt es denn DMA Controller im Einsatz ? DMA ist ja nicht nur eine Funktion sondern muss bei der Gestaltung eines Computersystems ganzheitlich berücksichtigt werden. Dann müsste ja ein zweiter Prozessor im Spiel sein, der alle nötigen Signale erzeugt, ebenso die Adressdecodierung. Wo gibt es konkret DMA Controller im Einsatz mit MeFisDos ? Es muss meiner Meinung nach auch nicht alles mit jedem Gerät funktionieren. Man kann ja den internen Speicher komplett abschalten über RAMCS und mit externem RAM arbeiten. Sowohl beim NU als auch beim ZXmore.
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von siggi » 23.01.2017, 22:30

PokeMon hat geschrieben:Wo gibt es denn DMA Controller im Einsatz ? DMA ist ja nicht nur eine Funktion sondern muss bei der Gestaltung eines Computersystems ganzheitlich berücksichtigt werden. Dann müsste ja ein zweiter Prozessor im Spiel sein, der alle nötigen Signale erzeugt, ebenso die Adressdecodierung.
Ein Beispiel von Wilf, wie man DMA beim Zeddy nutzen kann (2. Prozessor ist dann der Z80 des "Master ZX81") hatte ich ja oben genannt.
Wo gibt es konkret DMA Controller im Einsatz mit MeFisDos ?
Joachims Mini-Mefisdos hatte ich nur als Beispiel für die Nachrüstung von Entkoppeldioden zur Erzeugung des /BUSCS-Signals genannt. Mit DMA selbst hatte das Beispiel nichts zu tun ...

Gruß
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 24.01.2017, 08:28

siggi hat geschrieben: Ein Beispiel von Wilf, wie man DMA beim Zeddy nutzen kann (2. Prozessor ist dann der Z80 des "Master ZX81") hatte ich ja oben genannt.
Naja - eines hast Du gefunden und meiner Meinung nach von zweifelhaftem Nutzen. Was will ich denn Daten von einem Zeddy auf einen anderen übertragen wenn es Möglichkeiten über USB oder SD Karte gibt ? Deswegen meinte ich ja, dass der Ruf nach DMA eher akademischer Natur ist. :wink:
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von tokabln » 24.01.2017, 09:18

Ich komme noch mal auf die Reverse Bias Protection zwischen den 9V und 5V zurück. Eigentlich brauchen wir die wenn dann doch nur 2x.

Einmal am Zeddy Port, wenn wir tatsächlich über den Bustreiber die Spannungsversorgung des Zeddy als auch des Extenders (Backplane) betreiben, wozu ich tendiere und ein zweitel Mal zur Protection auf dem Extender (Backplane) um die Slots zu schützen. Aber nicht wie Karl es oben geschrieben hat pro Slot oder habe ich gerade einen Knoten im Gehirn?
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von siggi » 24.01.2017, 10:01

PokeMon hat geschrieben:
siggi hat geschrieben: Ein Beispiel von Wilf, wie man DMA beim Zeddy nutzen kann (2. Prozessor ist dann der Z80 des "Master ZX81") hatte ich ja oben genannt.
Naja - eines hast Du gefunden und meiner Meinung nach von zweifelhaftem Nutzen. Was will ich denn Daten von einem Zeddy auf einen anderen übertragen wenn es Möglichkeiten über USB oder SD Karte gibt ? Deswegen meinte ich ja, dass der Ruf nach DMA eher akademischer Natur ist. :wink:
Schade, daß Du Dir den Link zu Wilf's Projekt nicht angehen hast. So kommst Du zu völlig falschen Schlüssen und Kommentaren :(
Bei Wilf's Projekt geht es um die BILDÜBERTRAGUNG in Echtzeit eines Zeddy zum anderen (vom Slave zum Master), der dann das Bild anzeigt, während der Slave sich nicht um Bildausgabe kümmern muß und im FAST rennen kann.
Und Du willst das Bild per SD-Karte hin und hertragen????
Zuletzt geändert von siggi am 24.01.2017, 10:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von siggi » 24.01.2017, 10:07

tokabln hat geschrieben:Ich komme noch mal auf die Reverse Bias Protection zwischen den 9V und 5V zurück. Eigentlich brauchen wir die wenn dann doch nur 2x.

Einmal am Zeddy Port, wenn wir tatsächlich über den Bustreiber die Spannungsversorgung des Zeddy als auch des Extenders (Backplane) betreiben, wozu ich tendiere und ein zweitel Mal zur Protection auf dem Extender (Backplane) um die Slots zu schützen. Aber nicht wie Karl es oben geschrieben hat pro Slot oder habe ich gerade einen Knoten im Gehirn?
Von einer Abschaltung der 9V per Slot (Jumper) halte ich auch nichts: entweder braucht die Karte 9V, oder nicht (dann greift sie auch die 9V nicht ab). Also können die 9V immer an sein.

Schutzdiode UND Abschaltmöglichkeit der 9V finde ich nur am Zeddy-Slot sinnvoll: wenn er alleine den Bus mit 5V versorgen kann (wie mein NU mit 5V/3A Regler), ist 9V eingeschaltet und die kommen vom Bus oder über den Zeddy. Wenn er selbst vom Bus mit 5V versorgt wird, wird 9V abgeschaltet (damit er nicht umgekehrt den Bus versorgt) und sein Regler wird durch die Diode geschützt. Das wäre bei einem "normalen" Zeddy der Fall.
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von siggi » 24.01.2017, 11:07

Zu DMA hätte ich einen Vorschlag ohne zuviel Aufwand (den vielleicht doch keiner nutzt): das DIR-Signale des Datenbustreibers und des Adressbustreibers (der bidirektional treiben können muß, also wie beim Datenbus z. B. ein 245er!) über Jumper (oder so) auftrennbar machen (oder von außen übersteuerbar machen).
Dann könnte man über eine externe Logik die Richtung der Bustreiber im Falle von DMA schalten lassen, die dann diese Signale generiert.

Die Aktivierung des Datenbustreibers (/BUSCS) liegt ja schon auf der Backplane. Und dieses Signal könnte man auch im Falle von DMA durch eine externe Schaltung machen lassen, die z.B. anhand von /ROMCS oder /RAMCS erkennt, wenn Ram/Rom auf NU oder ZXmore selektiert wird und (ohne deren Umbau) dann ersatzweise die Aktivierung des Datenbus übernehmen.

So wäre alles für DMA vorbereitet und die Logik der Bussteuerung während DMA kommt von extern.

Gruß
Siggi
Mein ZX81-Web-Server: online seit 2007
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 24.01.2017, 16:09

siggi hat geschrieben: Schade, daß Du Dir den Link zu Wilf's Projekt nicht angehen hast. So kommst Du zu völlig falschen Schlüssen und Kommentaren :(
Bei Wilf's Projekt geht es um die BILDÜBERTRAGUNG in Echtzeit eines Zeddy zum anderen (vom Slave zum Master), der dann das Bild anzeigt, während der Slave sich nicht um Bildausgabe kümmern muß und im FAST rennen kann.
Und Du willst das Bild per SD-Karte hin und hertragen????
Ich komme nicht zu falschen Schlüssen. Wilf hat aus meiner Sicht die falsche Lösung für ein eher akademisches Problem. Wenn ich mehr Rechenzeit will, dann lasse ich den Zeddy einfach schneller laufen. Dann ist er schnell und zeigt das Bild an. Für den ZXmore kein Problem. Der läuft mit 270% inklusive Bildausgabe. Dafür 2 Zeddys zu nehmen ist für mich sagen wir mal eine Schnapsidee. Könnte sich ein Lehrer ausgedacht haben ... :wink:
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 24.01.2017, 16:17

siggi hat geschrieben:Von einer Abschaltung der 9V per Slot (Jumper) halte ich auch nichts: entweder braucht die Karte 9V, oder nicht (dann greift sie auch die 9V nicht ab). Also können die 9V immer an sein.
Das kommt auf das Konzept drauf an. Ich würde dafür plädieren, lediglich ein 5V Netzteil zu nehmen, welches gleich 2 oder 3 oder 4 Ampere liefern kann und alles ist versorgt. Und nur wenn ich explizit für eine Karte 12V oder 9V brauche, dann könnte ich für diesen speziellen Fall einen Aufwärtswandler nehmen, der das erzeugt. Wobei immer noch nicht klar ist, ob es Hardware gibt, die das braucht. Mir kommt da eigentlich nur die Standard Zeddy Speichererweiterung mit den RAM Bausteinen in den Sinn, die gleich 3 Spannungen braucht. +12V, +5V und -5V. Ob es sonst noch Hardware gibt, die 9V (die bei Sinclair meist eher 12V sind) ist noch ungeklärt. ZXblast braucht es nicht.

Und genau aus diesem Grund halte ich dann einen expliziten Jumper für sinnvoll. Wenn es überhaupt keine Karte gibt, kann man die 9V auch ganz weglassen. Eigentlich wäre es sinnvoll, die 5V auch zu Jumpern. So ein Jumper frisst kein Brot und kostet nicht die Welt (5 Cent) und wahrscheinlich muss man die Jumperstellung (5V immer ein und 9V immer aus) nie verändern. Man könnte aber, wenn man wollte. Dann ist man flexibel.

Und direkt mit 5V zu speisen (wenn man schon die Dioden spendiert) halte ich für sinnvoller weil es Wärmeentwicklung auf den Karten verhindert, die mühevoll aus 9V (die eigentlich 12V sind) dann 5V zu machen. Da schwitzen die Regler sich immer einen ab und das könnte man sich dadurch ersparen. Aber ist Torstens Entscheidung, das war ein Vorschlag von mir und meiner Meinung nach aus der Kiste "sinnvoll". Ich will mich aber nicht drüber streiten und lasse mich überraschen, was kommt. 8)
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Re: ZX-Backplane

Beitrag von PokeMon » 24.01.2017, 16:24

Wenn man unbedingt das Zeddy Netzteil behalten will, könnte man auf den BUS auch einen RECOM Regler setzen und aus den "9V" speisen. Bei 90% Wirkungsgrad hätte man dann vielleicht wirklich 1.5 Ampere extra, wenn man sich aus dem Zeddy (oder NU) bedient. Dann kann man sich den Aufwärtsregler sparen und hat einen Abwärtsregler. An der Konfigurierbarkeit, ob eine Karte 9V oder 5V bekommen soll, ändert das aber nichts. Und wenn ich die 9V weglassen, brauche ich für jeden Slot diese Schutzdiode zwischen 9V und 5V von dem jeweiligen Slot.

Da fällt mir ein, was braucht denn eigentlich der ZX Printer und wie schließen wir den an ?
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