Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

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ZX-Heinz
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 27.07.2017, 11:40

tofro hat geschrieben:
26.07.2017, 23:02
Eure Interpretation für RTS/CTS ist, denke ich, falsch:
RTS wird vom Sender aktiviert, wenn er was senden will. "Ich will was senden"
CTS wird vom Empfänger aktiviert als Reaktion auf ein gezogenes RTS, wenn er damit einverstanden ist. "OK, kann kommen".
Geht CTS bei angelegtem RTS auf LOW, muss der Sender das Senden einstellen.
Bei Euch liest sich das irgendwie andersrum...
Tobias
Wie siggi schrieb, ist RTS ist ein OUT-Signal vom Empfänger, das an die CTS(in)-Leitung der Gegenstation geht, und umgekehrt.
Die Bezeichnungen gehen leider etwas durcheinander, am besten IN und OUT unterscheiden und richtig verschalten.
sj2.jpg
sj2.jpg (19.5 KiB) 637 mal betrachtet

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 27.07.2017, 12:31

siggi hat geschrieben:
26.07.2017, 22:49
Hallo Heinz
habe mir das Datenblatt noch nicht im Detail durchgelesen, deshalb erstmal allgemein zur asynchronen Übertragung:
die Flusssteuerung über RTS/CTS (bzw. auch durch Senden von XOFF/XON) ist NICHT für das "Ausbremsen" zwischen einzelnen Bytes gedacht, sondern als "Notbremse" kurz vor Überlauf von Ringpuffern irgendwo in der Software, in dem die Empfangsdaten zwischengespeichert werden.
Hallo siggi,
das Datenblatt der Z80 SIO (=U856 in DDR) sagt auf Seite 34:
Commandbyte:
Bit D1: Request to Send (RTS): When this bit is set, the /RTS pin goes "0". ...
In the asynchronuos mode, the /RTS pin goes "1" when the transmit buffer becomes empty.

Ich interpretiere: Wenn der Rx-buffer mit einem Byte gefüllt ist, geht /RTS auf "0", und nach Auslesen durch die CPU wird der Buffer geleert und /RTS geht SIO-gesteuert auf 1.

Nun haben wir hier eine andere SIO, aber eigentlich müsste das genauso sein: Wenn ein Byte empfangen, aber noch nicht durch IN A,(DATAREG) gelesen wurde, sollte RTS auf 1 gehen. Oder?

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Joachim
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Joachim » 27.07.2017, 13:06

Hallo Torsten!
Die Bohrungen für die Abstandsbolzen habe ich eingebaut. Den Siggi-Widerstand auch. Auch den 9-pol-Sub-D-Stecker auf der rechten Seite. Es gibt jetzt drei Möglichkeiten (links, rechts, mittig). Der mittige Sub-D ist für 19"-Einschubgehäuse gedacht. Es bleibt aber bei den beiden TTL-Ausgängen. Das kostet dich aber extra. Du weißt doch, dass ich mit der Hand am Arm layoute und nix klickidiklick. Ich schätze ein Cappuccino auf dem Treffen wäre adäquat. Mir egal, wo du den herbekommst ;)
Deinen Platinenwunsch habe ich auch eingetragen. Hast du meine Bestellung auch registriert?

Hallo Heinz!
Soll ich die beiden Widerstände zur Entkopplung noch mit einbauen?
Viele Grüße!
Joachim


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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 27.07.2017, 13:52

ZX-Heinz hat geschrieben:
27.07.2017, 12:31
siggi hat geschrieben:
26.07.2017, 22:49
Hallo Heinz
habe mir das Datenblatt noch nicht im Detail durchgelesen, deshalb erstmal allgemein zur asynchronen Übertragung:
die Flusssteuerung über RTS/CTS (bzw. auch durch Senden von XOFF/XON) ist NICHT für das "Ausbremsen" zwischen einzelnen Bytes gedacht, sondern als "Notbremse" kurz vor Überlauf von Ringpuffern irgendwo in der Software, in dem die Empfangsdaten zwischengespeichert werden.
Hallo siggi,
das Datenblatt der Z80 SIO (=U856 in DDR) sagt auf Seite 34:
Commandbyte:
Bit D1: Request to Send (RTS): When this bit is set, the /RTS pin goes "0". ...
In the asynchronuos mode, the /RTS pin goes "1" when the transmit buffer becomes empty.

Ich interpretiere: Wenn der Rx-buffer mit einem Byte gefüllt ist, geht /RTS auf "0", und nach Auslesen durch die CPU wird der Buffer geleert und /RTS geht SIO-gesteuert auf 1.

Nun haben wir hier eine andere SIO, aber eigentlich müsste das genauso sein: Wenn ein Byte empfangen, aber noch nicht durch IN A,(DATAREG) gelesen wurde, sollte RTS auf 1 gehen. Oder?
Hallo Heinz
wenn Du Deinen Text nochmals liest, wird Dir vielleicht auffallen, daß das Datenblatt vom "transmit buffer" spricht und Du vom "Rx-buffer". Da sind feine Unterschiede :wink:

Also wenn RTS "von Hand" deaktiviert werden soll, dann geht der PIN nur verzögert nach, damit ein aktuelles Byte im Sendepuffer nicht mittendrin abgewürgt wird. Mit Empfang hat das nix zu tun!

Im "Orignal" liest sich das so:
RTS.jpg
RTS.jpg (44.79 KiB) 619 mal betrachtet
Gruß
Siggi
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 27.07.2017, 16:11

@siggi: Ich kontrolliere RTS nun per Software. Der Empfang funktioniert nun bei 9600 baud. Das veränderte Pgm stelle ich demnächst ein. Ich habe die Karte und das Pgm nämlich am Speccy laufen, da ist beim Probieren manches einfacher. Wird aber genauso auch am Zeddy gehen.
@Joachim: Ja, die beiden Widerstände zwischen MAX und den TTL-pins sowie zum 8251 würde ich vorsehen. Sie liegen in den CTS- und RD-Leitungen. Die TD und RTS-Leitungen sind Ausgänge, da braucht man das nicht. Und denke an die Aussparungen an der Karte und eine evt. Verlegung der GND-Bahnen an den Sub-D Buchsen, etwas mehr nach innen.

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von tokabln » 27.07.2017, 17:45

Hallo Joachim,

ja ich habe Deine Bestellung notiert.

Die ersten Teile für das RS232-BAS Board sind heute angekommen und ich denke ich werde statt Steckboard das Ganze mal auf Lochraster aufbauen und schauen ob es funktioniert. Ich habe mich jetzt dazu entschieden, das Grundboard ohne Composite / S-Video aber mit einer entsprechenden Schnittstelle zu erstellen. Ich habe dazu ein optionales Board kreiert, das wenn alles funktioniert, oberhalb der RGBS aufgesteckt werden kann. Dann würde dort Composite und S-Video zur Verfügung gestellt werden. Muß ich aber testen ob das funktioniert.

Ebenfalls habe ich eine Schnittstelle für das Nokia5110/Taster Board vorgesehen. Auch dieses soll dann optional aufgesteckt werden. Für beide Boards werden auch entsprechende Bohrungen vorgesehen um diese dann mit dem Grundboard mechanisch zu fixieren.

Wie bisher geschrieben... das ist der Plan, technische Ausführung ist in Prüfung.

RS232-BAS Board.png
Grundboard mit RGBS und Scart Anschluß entsprechend der Ausführung von Rolf Pfister
RS232-BAS Board.png (106.41 KiB) 559 mal betrachtet

RGB Composite Board.png
Composite / S-Video Board (Optional)
RGB Composite Board.png (53.97 KiB) 559 mal betrachtet

Mangels Platz wird das Composite / S-Video Board wenn dann fast ausschliesslich in SMD Technik sein.


Update:
Hier nun noch das LCD / Tastaturboard ebenfalls mit 4 Bohrungen für Abstandshalter und zur mechanischen Fixierung.

LCD Button Board.png
LCD Button Board (Optional)
LCD Button Board.png (57.79 KiB) 559 mal betrachtet
Auch hier mangels Platz fast ausschliesslich in SMD Technik, inklusive Rückseite.
Zuletzt geändert von tokabln am 27.07.2017, 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
Lieben Gruß Torsten
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Joachim » 27.07.2017, 19:16

Mann, Torsten, bist du schnell!

Ich habe nun die Änderungen in ZXserial eingebaut bitte Siggi, Torsten und Heinz, die Änderungen zu kontrollieren:
- Anpassung an Wilf Rigter-Schaltung
-- JP6 und JP7 lassen es zu, A2 oder A3 als Adressierung von C/D auszuwählen
-- JP8 führt dem CLK-Eingang (Pin 20) vom UART entweder den Quarztakt oder das CLCK vom ZX81 zu

- Anpassung an Siggis DTR:
-- Pullup R2 (4K7) an Pin 4 des Sub-D-Steckers

- Anpassung an Heinz' Auskopplung von RD und CTS:
-- R3 und R4 (jeweils 4K7) zwischen RxD und R2o bzw. /CTS und R1o.

- Anpassung Spannungsversorgung:
-- 5V-Pin neben GND-Pin bei JP4 und JP5

Ausserdem habe ich die 9pol-Sub-D-Stecker weiter zur Kante hin verschoben, damit auch Buchsenstecker mit Gehäuse eingesteckt werden können. Damit erspart man sich das Ausfräsen, so wie man es auf dem letzten Foto von Heinz gesehen hat.

Hier der Schaltplan:
ZXserial V.3.JPG
ZXserial V.3.JPG (99.03 KiB) 578 mal betrachtet
Hier das Layout (ungeprüft):
ZXserial_Layout.JPG
ZXserial_Layout.JPG (191.64 KiB) 578 mal betrachtet
Und hier die Fotoansicht aus SprintLayout:
ZXserial_Fotoansicht.jpg
ZXserial_Fotoansicht.jpg (300.59 KiB) 578 mal betrachtet
Viele Grüße!
Joachim


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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von msch » 27.07.2017, 19:48

Torsten, Joachim: großartig!
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
werch ein illtum! (Lichtung, Ernst Jandl)

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 27.07.2017, 20:21

Hier ist das neue RX-TX-Programm für Joachims ZXserial und Zeddy. Adressjumper A2´, A3´und A4´gesetzt.
SIOASM3.TXT
(1.92 KiB) 16-mal heruntergeladen
SIO3.P
(1.3 KiB) 12-mal heruntergeladen

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von tokabln » 27.07.2017, 20:59

So...

erstmal an Joachim... meine grobe Draufsicht auf Deine Unterlagen hat keine Fehler aufgezeigt. Ich bin das aber auch nur überflogen.

Dann zum Them RS232 RGB Monitor, das LCD Button Board habe ich nun auch unten hinzugefügt.

viewtopic.php?f=2&t=2404&p=31306#p31302

Die auf den beiden optionalen Boards gezeigten Stiftleisten sind eigentlich Buchsenleisten und werden auf der Rückseite angelötet.
Ich habe dafür leider noch kein 3D Bild in KiCAD gefunden. Daher der Behelf.

Soweit der Plan... jetzt muß ich anfangen das Ganze zu testen und wegen der Composite Geschichte noch ein paar Bauteile ordern.

Änderungen poste ich sofern beim Testen Änderungen anfallen. Ansonsten halte ich mich jetzt erstmal zurück und gebe Laut wenn ich alles soweit im Griff habe, dass ich an das Ordern gehen kann.
Lieben Gruß Torsten
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von msch » 27.07.2017, 22:25

Prima. Ich hoffe, du bietest auch wieder einen Lötservice an...

Kurzer Einwurf nochmal zum Pollin-Bord. Hier
https://www.youtube.com/watch?v=04yWlgLN740
wird eine Modifikation auf 40 Zeichen und 25 Zeilen beschrieben.
Weitere Infos zur Software hier:
https://www.mikrocontroller.net/topic/53140
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 28.07.2017, 08:55

Joachim hat geschrieben:
27.07.2017, 19:16
- Anpassung Spannungsversorgung:
-- 5V-Pin neben GND-Pin bei JP4 und JP5
Hallo Joachim
hier noch ein paar Kommentare zum Schaltplan (also nicht sooo wichtig).
Im Schaltplan ist der zusätzliche 5V-Pin nicht drin. Auch sind da die doppelt vorhandenen Anschlüsse (z.B. JP4 und JP5 und die Doppel-V.24-Stecker) nicht drin (bzw. benannt). Das ist nicht schlimm, denn es funktioniert ja, macht aber die Zuordnung von Schaltplan zur Realität schwerer.

Und ich vermisse im Schaltbild /DTR des Chip (Pin 24 des UART). Theoretisch könnte man das zur Ansteuerung des DTR am V.24-Stecker (statt festes +5V dort) nehmen, praktisch sollte man das nicht tun, denn m. W. wird /DTR von Wilf zur Ansteuerung eines Beepers benutzt, wenn das Terminal ein BELL-Zeichen empfängt. Man sollte den Ausgang also frei lassen, aber zumindest im Schaltplan erkennen, daß er existiert und noch frei ist ...

Gruß
Siggi

PS: Die Bauratentabelle passt nur dann so, wenn Teiler im UART auf 16 steht. Das sollte man vielleicht noch bei der Tabelle erwähnen ...
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 28.07.2017, 09:28

Habe die letzten Tage noch etwas exprimentiert und ein paar seltsame Effekte aber auch ein paar Erfolge zu verzeichnen. Das hier also nur zur Info...

Ich habe festgestellt, daß nach Fehlern bei der Dateiübertragung mittels XMODEM bei Wilfs/Freds Programm anschließend eine falsche Baudrate im ZX-Term*80 eingestellt war und es ging nichts mehr. Grund ist, daß im ZX-Term*80 ein MODE von 79 (Teiler 64) eingestellt wird (anscheined nach Fehler), aber von SERINIT einer von 78 (Teiler 16). Das habe ich angepasst und es gibt nun ein neues SERINIT und ZXT80, die verbessert sind und diesen Effekt vermeiden.

Ich habe mir auch so einen Stecker für Joachims LED-Platinchen angelötet, so wie Heinz es auf den BIldern weiter oben zeigt. Anschießend ging nix mehr :shock:
Ich habe dann Fehler gesucht und ein "verrenktes" Beinchen am Adresskomparator gefunden. Das hatte ich nicht korrekt in die Fassung gedrückt und es war geknickt und lag nur von oben auf dem Kontakt auf. Also Beinchen "eingerenkt" und in die Fassung geschoben. Ging aber immer noch nicht ...
Dann den MAX gezogen und am TTL-Stecker gemessen (keine seriellen Daten kommen, aber /RTS wird korrekt ein/ausgeschaltet) und dann auch noch den UART getauscht. Erst dann ging's wieder :?: :?: :?:
Dann habe ich den MAX wieder gesteckt und den alten UART wieder gesteckt und nun ging's auch mit dem wieder :?: :?: :?:
Schon seltsam ...

Ich hatte erst gedacht, ich hätte den UART gekillt, als ich an den TTL-Ausgängen rumlötete (ESD), denn die hängen ja direkt am UART. War aber wohl doch nicht so, aber dennoch sollte man an den TTL-Ausgängen vorsichtig sein: elektrostatische Entladungen fegen da direkt in den UART rein (am V.24-Stecker kriegt das der MAX ab, der das aber abkann ..). Auch deshalb nutze ich den V.24-Stecker ....

Nachdem nun wieder alles ging, habe ich noch ZX-Term*80 mit XMODEM-Filetransfer benutzt. Funktionert alles, aber emfangen kann man nur mit 300 Baud. Theoretisch kann ZX-Term*80 trotz Display-Mode bis 600 Baud Zeichen kontinuierlich emfangen. Leider kann das Windoofs-Hyperterminal diese Baudrate nicht ...

Spassig ist auch, wenn man im laufenden Betrieb die Baudrate durch Umstecken der Jumper (z. B. von 1200 auf 300 baud) ändert (dabei ESD auf die Jumper-Pins vermeiden!): Sendeseitig sieht alles gut aus (Zeichen kommen sofort korrekt auf Windoofs-Terminal an), aber empfangsseitig kommen zwischen den korrekt empfangenen Zeichen noch zusätzliche wilde Zeichen beim ZX-Term*80 an. Offensichtlch braucht der UART einige Zeit, bis er sich wieder richtig auf die neue Baudrate aufsynchronisiert hat. Irgendwann schafft er es dann und dann kommen nur noch die korrekten Zeichen.

Gruß
Siggi

PS: neues ZXT80 und SERINIT demnächst ....
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Re: Baudraten

Beitrag von ZX-Heinz » 28.07.2017, 10:03

Ich habe mit obigem Programm und Joachims Karte ein bisschen probiert:

Empfang und Senden funktionieren mit Baudraten bis 38400. Bei 57600 kommen nur Fehler. Wohlgemerkt, das sind Daten, die der 8251 so aufnimmt. Die Weiterverarbeitung im Zeddy dauert natürlich länger! Der Sender wird halt immer wieder gestoppt. Aber die Impulsrate liegt bei den genannten Werten, die die Gegenstelle genau so einstellen kann.

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 28.07.2017, 11:37

siggi hat geschrieben:
28.07.2017, 08:55
Und ich vermisse im Schaltbild /DTR des Chip (Pin 24 des UART). Theoretisch könnte man das zur Ansteuerung des DTR am V.24-Stecker (statt festes +5V dort) nehmen, praktisch sollte man das nicht tun, denn m. W. wird /DTR von Wilf zur Ansteuerung eines Beepers benutzt, wenn das Terminal ein BELL-Zeichen empfängt. Man sollte den Ausgang also frei lassen, aber zumindest im Schaltplan erkennen, daß er existiert und noch frei ist ...
Es fehlt auch der noch freie und unbenutzte Eingang /DSR (Pin 22): siehe bei Wilf (ANSICHT->Textcodierung->Westlich einstellen):
http://www.user.dccnet.com/wrigter/inde ... serial.htm
bzw. Bild

Vielleicht braucht man den ja auch mal (*) ...

Gruß
Siggi

(*) Um an unbenutzten (und benutzten) Ein/Ausgängen eine MMC-Karte oder ein VDRIVE2 anzuschlie0en :mrgreen:
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von msch » 28.07.2017, 11:52

siggi hat geschrieben:
28.07.2017, 09:28
Theoretisch kann ZX-Term*80 trotz Display-Mode bis 600 Baud Zeichen kontinuierlich emfangen. Leider kann das Windoofs-Hyperterminal diese Baudrate nicht ...
Versuche es mal mit hterm, das kann 300, 600 bis 256000 :
http://www.der-hammer.info/terminal/index.htm
hterm.png
hterm.png (17.05 KiB) 492 mal betrachtet
Zuletzt geändert von msch am 28.07.2017, 12:00, insgesamt 2-mal geändert.
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 28.07.2017, 11:55

Kann das XMODEM bei Up-/Download?

Auf der Seite steht dazu nix.

Gruß
Siggi
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von msch » 28.07.2017, 12:00

On sch..., Du hast recht. Ist kein richtiges Terminalprogramm, eher ein Schnittstellentestprogramm.
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von msch » 28.07.2017, 12:03

Dann nimm mal TeraTerm:
https://osdn.net/projects/ttssh2/releases/
Kann fast alles.
terraterm.png
terraterm.png (211.81 KiB) 477 mal betrachtet
Zuletzt geändert von msch am 28.07.2017, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 28.07.2017, 12:08

Hyperterminal kann auch "fast" alles :mrgreen:

Hier steht: "Operating System: Windows 7, Windows 95/98/ME, Windows NT/2000"

Mein kleiner Test-Schlepptop lauft mit WIN-XP ....

Schau ma ma (heute Abend oder so) ...
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Joachim » 28.07.2017, 12:11

Hallo Siggi,
Danke für die Hinweise. Habe alles schon eingepflegt. Der Auftrag zur Herstellung geht heute raus.
TeraTerm verwende ich auch. Ist nicht schlecht.

Stimmt, das VDRIVE kann auch seriell ....
Viele Grüße!
Joachim


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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 28.07.2017, 12:33

Joachim hat geschrieben:
28.07.2017, 12:11
Stimmt, das VDRIVE kann auch seriell ....
Ich hatte eher an den SPI-Modus gedacht, der die serielle Schnittstelle nicht blockiert: /CARDSELECT an /DTR, Data-Out über /RTS, Clock mittels TXD (manuell mit BREAK ON, BREAK OFF) und /DSR als Input vom VDRIVE2 oder der MMC ....
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Joachim » 28.07.2017, 14:51

Der Platinenauftrag ist soeben rausgegangen. Für Siggi habe ich zum experimentieren vorsichtshalber noch die Signale DSR und DTR zum JP 5 rausgeführt ;)
Insgesamt sind es 20 Platinen.
Viele Grüße!
Joachim


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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Joachim » 29.07.2017, 15:13

Hallo Heinz!
Ich habe das Pollin RS23-BAS mit einem ATMega8 und dem hexdump basi.hex von Rolf bestückt. Hier das Ergebnis:
P1050712.jpg
P1050712.jpg (166.24 KiB) 389 mal betrachtet


Die Schrift ist gestochen scharf. Kommt auf dem Foto evtl. nicht so raus.
Viele Grüße!
Joachim


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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 29.07.2017, 15:38

@Joachim: Dann werde ich das auch einmal versuchen. Welches FUSE-Byte hast Du genommen? Hattest Du das Pollin-board schon am ZXserial?

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