Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

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Joachim
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Joachim » 26.07.2017, 13:38

Hallo Siggi,
das Programm habe ich gleich zum Laufen gebracht. Ich teste gerade mit einem ZXblast und einem orig. ZX81. RAM im 8k-Bereich ist eingeschaltet. Der Bildschirm zuckt öfters und leider steigt der Rechner hinundwieder aus. Ich muss da mal ein anderes Setup nehmen. Ich hoffe nur, dass ZXblast damit kompatibel ist. Bei dieser Gelegenheit: Welche Baudrate ist eingestellt (ich weiß: read the f* manual. Aber ich war zu neugierig).
Viele Grüße!
Joachim


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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 26.07.2017, 13:43

Wie schon geschrieben: die Schnittstelle muß vor Start vom ZX-Term*80 konfiguriert sein (wird nicht gemacht, damit man Programm starten/beenden kann, ohne daß das Modem "die Leitung kappt").
Bei mir waren 9600 eingestellt.

Gruß
Siggi
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Joachim » 26.07.2017, 13:56

SERINIT hatte ich mit RUN gestartet. Dabei wird aber RAND USR 16515 ausgeführt. Das habe ich jetzt erst gesehen. Ich denke es müßte 16514 heißen.
Ist übrigens eine gute Lösung für die Mulit-IO-Karten-Nutzer. Dort wird die Baudrate ja über eine PIO eingestellt, die ihr Bitmuster auf einen programmierbaren Teiler ausgibt. Das kann ich nun in SERINIT ergänzen.
Viele Grüße!
Joachim


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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 26.07.2017, 13:58

Upps.
Ja, sollte 16514 sein ...
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 26.07.2017, 15:21

Joachim hat geschrieben:
26.07.2017, 13:38
Hallo Siggi,
das Programm habe ich gleich zum Laufen gebracht. Ich teste gerade mit einem ZXblast
Vermutlich werden sich ZX-Term*80 und ZxBlast beissen (zumindest steht da was zum NMI):
ZXT80-NMI.jpg
ZXT80-NMI.jpg (129.64 KiB) 271 mal betrachtet
Gruß
Siggi

Nachtrag: und auch das IY-Register wird anders benutzt als üblich:
ZXT80-MEM-MAP.jpg
ZXT80-MEM-MAP.jpg (205.15 KiB) 259 mal betrachtet
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von tokabln » 26.07.2017, 15:59

Hallo Joachim,

ich habe jetzt meinen TTL I/O Anschluß an Deinen angepasst und somit sollte jetzt eine 1:1 Verkabelung möglich sein. Darüber hinaus habe ich einen 12 poligen Anschluß gelegt, an den eventuell doch mal ein Display mit Tastern angeschlossen werden kann. Der Anschluß ist für ein NOKIA5110 Display sowie für 5 Tasten vorbereitet.

RS232BAS.PNG
RS232BAS.PNG (121.65 KiB) 261 mal betrachtet

Ich werde mal parallel ein kleines Board mit den darauf notwendigen Bauteilen erstellen und falls ich Lust und Zeit finde mal schauen das ich das in den Code von Rolf eingefügt bekomme. Dann wäre diese Monitorplatine universeller nutzbar, wenn Baudraten etc. eingestellt werden kann. Aber das ist erstmal Zukunftsmusik.

Leider hat Reichelt noch nicht geliefert, da wohl ein Bauteil im Zulauf ist ;-( und somit kann ich leider nicht testen.
Lieben Gruß Torsten
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von msch » 26.07.2017, 16:11

Sieht super aus. Die Idee mit dem LCD/Button-Shield finde ich sehr gut :-)
Ist composite video auch irgendwo abgreifbar (am Scart-Anschluss)? Ein Cinch mit Composite wäre noch schön, wenn es keinen Aufwand macht...
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
werch ein illtum! (Lichtung, Ernst Jandl)

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von tokabln » 26.07.2017, 17:42

Hallo Mathias,

Ideen hast Du ja... eigentlich wollte ich das nicht implementieren, da ich zum Thema Video absoluter Laie bin. Ich habe aber eine kleine Schaltung gefunden (basierend auf einem AD724) und wenn die funktionieren sollte, packe ich die mit drauf.

In meinen Schematics habe ich die gerade integriert... und wenn dann nur optional und es muß alles funktionieren. Das kann ich im Moment nicht versprechen.
Lieben Gruß Torsten
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von msch » 26.07.2017, 18:09

prima, es würde die Anschlussoptionen erhöhen :-)
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
werch ein illtum! (Lichtung, Ernst Jandl)

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 26.07.2017, 18:10

Habe noch eine kleine Verbesserung bei der seriellen Karte gemacht: habe das unbeschaltete Signal DTR am V.24 Stecker (Pin 4) mit 4K7-Widerstand mit +5V versorgt. Damit zeigt nun der Zeddy einem Modem an, daß er eingeschaltet und betriebsbereit ist. Und schon sind meine beiden altem Modems bereit, mit dem Zeddy zu schwätzen :mrgreen:
Wo ist die nächstgelegene öffentliche Mailbox? :D

Gruß
Siggi
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Paul » 26.07.2017, 18:20

msch hat geschrieben:
26.07.2017, 16:11
Sieht super aus. Die Idee mit dem LCD/Button-Shield finde ich sehr gut :-)
Ist composite video auch irgendwo abgreifbar (am Scart-Anschluss)? Ein Cinch mit Composite wäre noch schön, wenn es keinen Aufwand macht...
LIKE :mrgreen:
Theoretisch ist zwischen Theorie und Praxis kein Unterschied.
Praktisch allerdings wohl.

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 26.07.2017, 19:25

Joachim hat geschrieben:
25.07.2017, 12:25
Ich denke auch darüber nach, ob man die Terminal-Software aus der Funkschau nicht vereinfachen sollte auf die Funktionen, die man so braucht. Ich stelle mir vor, dass die Ausgabe und der Empfang aus einer bzw. in eine BASIC-Variablen stattfinden sollten. Dann kann man sich selber Anwendungsprogramme schreiben. Wenn die die Routinen noch in einer kleinen REM-Zeile Platz finden, dann muss man auch nicht Speicherbereiche hier und da haben oder RAMTOP setzen.
Hallo Joachim, hallo siggi,
hier ist das Code-Pgm:
ZXserial2.TXT
(1.61 KiB) 13-mal heruntergeladen
Es ist 47 Bytes lang. Eingebettet in ein P-File:
SIO32.P
(1.28 KiB) 4-mal heruntergeladen
Folgende Ergebnisse:
Senden funktioniert bestens über ein UART-to-USB-Kabel vom JP2-Konnektor zum PC und auch mit einem RS232-to-USB-Kabel zum PC oder zum Spectrum mit IF1. Wenn der Empfänger inaktiv geschaltet wird (CTS=0), stoppt der Zeddy und setzt erst bei Freigabe wieder fort.
Empfangen: Funktioniert noch nicht richtig: Der Zeddy kann die Daten nicht so schnell verarbeiten. Funktioniert nur bei sehr niedrigen Baudraten.
Ich war davon ausgegangen, dass bis zum Abrufen eines Bytes durch die CPU das RTS-Signal auf LOW bleibt und erst nach Leeren des Buffers wieder den Empfang zulässt. So ist es aber nicht! Dagegen würde der Pin RxRDY so funktionieren. Soll der etwa extern als RTS geschaltet werden?
Vielleicht habe ich auch den 8251 nicht richtig programmiert? Mit der Commandinstruction #25=37dec=%0010|0101 geht RTS=H und Senden der Gegenstation wird möglich. Auch die Statusabfrage "IN CNTR,A", Bit1, funktioniert. Aber: RTS schaltet nicht auf LOW, und daher schickt die Gegenstation weiter Zeichen. Mit der Commandinstruction #05=05dec=%0000|0101 geht RTS zwar auf LOW, bleibt aber dort.
Vielleicht könnt Ihr Euch das Datenblatt (für Asynchronbetrieb) einmal diesbezüglich anschauen.

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Jens » 26.07.2017, 21:10

Hallo Torsten!

Ich melde mich freiwillig, eine Deiner Karten zu nehmen (als Bausatz).

Gruß
Jens
Wenn du tot bist, dann merkst du das selber nicht. Es ist nur schwer für die anderen. Wenn du blöd bist, dann ist es genauso.
Und: uıɐbɐ ʎɐqǝ uo pɹɐoqʎǝʞ ɐ ʎnq ɹǝʌǝ ɹǝʌǝu ןןıʍ ı

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Paul » 26.07.2017, 21:13

Paul hat geschrieben:
26.07.2017, 12:59
@Joachim
Von deinen enhanced Karten hätte ich gerne auch eine. Nur Karte reicht.
Liebe Grüße Paul
Ich nehme noch einmal eine komplette hinzu
für Klaus-Dieter
Theoretisch ist zwischen Theorie und Praxis kein Unterschied.
Praktisch allerdings wohl.

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 26.07.2017, 22:46

@Joachim, siggi: Die Empfangssituation bessert sich etwas, wenn der MAX gezogen ist. Das RTS-Signal bleibt aber oben. Vielleicht sollte man den MAX doch durch 4k7 in der Rx- und CTS-Leitung entkoppeln.

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 26.07.2017, 22:49

Hallo Heinz
habe mir das Datenblatt noch nicht im Detail durchgelesen, deshalb erstmal allgemein zur asynchronen Übertragung:
die Flusssteuerung über RTS/CTS (bzw. auch durch Senden von XOFF/XON) ist NICHT für das "Ausbremsen" zwischen einzelnen Bytes gedacht, sondern als "Notbremse" kurz vor Überlauf von Ringpuffern irgendwo in der Software, in dem die Empfangsdaten zwischengespeichert werden.

Wenn das "Bremsen" schon bei jedem Byte notwendig wird, ist das System halt falsch dimensioniert: die Baudrate ist zu hoch oder der Empfänger zu langsam.
ZX-Heinz hat geschrieben:
26.07.2017, 19:25
Empfangen: Funktioniert noch nicht richtig: Der Zeddy kann die Daten nicht so schnell verarbeiten. Funktioniert nur bei sehr niedrigen Baudraten.
weil der Zeddy "lahm" ist und pollen muss, und nicht durch Interrupts schnell auf neue Bytes reagieren kann ...
Ich war davon ausgegangen, dass bis zum Abrufen eines Bytes durch die CPU das RTS-Signal auf LOW bleibt und erst nach Leeren des Buffers wieder den Empfang zulässt. So ist es aber nicht!
Und das ist richtig so, denn RTS (XOFF) wird rein in Software geschaltet, wenn die Software nicht mehr nachkommt und die großen Ringpuffer (nicht das Register im Chip) überlaufen würden.

Wenn diese Bremse nach jedem Byte automatisch eingelegt würde, würde der durchschnittliche Datendurchsatz sinken. Dann kann man gleich eine niedrigere, passende Baudrate wählen, bei der das nicht notwendig wäre.
Dagegen würde der Pin RxRDY so funktionieren. Soll der etwa extern als RTS geschaltet werden?
Nein, die Pins am Chip haben schon die richtige Bezeichnung, so wie sie auch extern heißen! Der Pin ist vermutlich für Interrupts vorgesehen: wenn ein Zeichen empfangen wurde, wird Interrupt ausgelöst, damit die CPU die Daten abholt. Leider geht das beim Zeddy nicht ...
Vielleicht habe ich auch den 8251 nicht richtig programmiert? Mit der Commandinstruction #25=37dec=%0010|0101 geht RTS=H und Senden der Gegenstation wird möglich. Auch die Statusabfrage "IN CNTR,A", Bit1, funktioniert. Aber: RTS schaltet nicht auf LOW, und daher schickt die Gegenstation weiter Zeichen. Mit der Commandinstruction #05=05dec=%0000|0101 geht RTS zwar auf LOW, bleibt aber dort.
Und das ist alles korrekt, denn RTS wird nur durch Software als "Notbremse" geschaltet.
Und je nach Gegenstation kann das die endgültige Bremse sein: ZX-Term*80 schaltet RTS ab, wenn das Westridge-Modem die Leitung auflegen soll. Wenn dies nach jedem Zeichen automatisch passieren würde, würde das Modem nach jedem empfangenen Zeichen auflegen ....

Allgemein geht der asynchrone Empfang per Interrupt. Die Daten werden also so schnell aus dem Chip gelesen, wie sie reinkommen. Dann ist die Baudrate zum Empänger passend.
Beim Zeddy geht das leider nicht, da muss gepollt werden. Und das schnell genug ...
Und wenn's nicht schnell genug geht, muß die Baudrate gesenkt werden.

Beim meinem Web-Server habe ich auch RTS benutzt: wenn er eine Datei von MMC laden soll und MEFISDOS aktiv ist, wird RTS abgeschaltet, denn da kann er keine Zeichen empfangen. Wenn er aus MEFISDOS zurück ist, wird RTS wieder aktiviert und dann anschießend schnell genug gepollt, daß keine (kaum) Zeichen verloren gehen.

Gruß
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 26.07.2017, 22:58

ZX-Heinz hat geschrieben:
26.07.2017, 22:46
@Joachim, siggi: Die Empfangssituation bessert sich etwas, wenn der MAX gezogen ist. Das RTS-Signal bleibt aber oben. Vielleicht sollte man den MAX doch durch 4k7 in der Rx- und CTS-Leitung entkoppeln.
Einfacher wäre, sich zu entscheiden, ob man mit V.24-Pegeln oder TTL-Pegeln schaffen will und dem entsprechend dem MAX bestücken oder auch nicht. Ich habe mich für V.24 entschieden und lasse die Finger von TTL-Pins ...

Gruß
Siggi
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von tofro » 26.07.2017, 23:02

Eure Interpretation für RTS/CTS ist, denke ich, falsch:

RTS wird vom Sender aktiviert, wenn er was senden will. "Ich will was senden"

CTS wird vom Empfänger aktiviert als Reaktion auf ein gezogenes RTS, wenn er damit einverstanden ist. "OK, kann kommen".

Geht CTS bei angelegtem RTS auf LOW, muss der Sender das Senden einstellen.

Bei Euch liest sich das irgendwie andersrum...

Tobias
"On two occasions I have been asked, 'Pray, Mr. Babbage, if you put into the machine wrong figures, will the right answers come out?' ... I am not able rightly to apprehend the kind of confusion of ideas that could provoke such a question."

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von Werner » 26.07.2017, 23:22

Joachim hat geschrieben:
26.07.2017, 10:34


Bisher habe ich für ZXserial diese Bestellungen von:
Ekkehard
Heinz
Mathias
Jungsi
Siggi
Paul
Joachim

Gebt bitte bescheid, wenn ich jemanden zuviel oder zuwenig in der Liste habe.
Hallo Joachim,
mich bitte auch für 1x ZXserial in die Liste aufnehmen - danke.
Viele Grüße
Werner

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 26.07.2017, 23:27

tofro hat geschrieben:
26.07.2017, 23:02
Eure Interpretation für RTS/CTS ist, denke ich, falsch:

RTS wird vom Sender aktiviert, wenn er was senden will. "Ich will was senden"

CTS wird vom Empfänger aktiviert als Reaktion auf ein gezogenes RTS, wenn er damit einverstanden ist. "OK, kann kommen".

Geht CTS bei angelegtem RTS auf LOW, muss der Sender das Senden einstellen.

Bei Euch liest sich das irgendwie andersrum...

Tobias
Vorsicht, so einfach ist das nicht: denn Sender und Sender können ganz was anderes sein!
Und RTS und CTS sind die Signalnamen am Stecker/im Kabel!

Das RTS-Signal im Kabel ist der Ausgang des DTE (Data Terminal Equipment, Datenendgeräts, hier der Zeddy) und CTS im Kabel ist der Dateneingang des DTE. Diese Bezeichnung passt zu den Chip-Pin-Bezeichnungen des 8251, wenn er im DTE benutzt wird.

Im DCE (Data Communication Equpment, Datenendgerät, hier z. B. ein Modem) ist das genau andersrum: dort ist das RTS-Signal im Kabel ein Eingang (kommt ja vom Ausgang des DTE am anderen Ende des Kabels). Der kann nur auf einen Eingang am Chip geschaltet sein. Und der passende Eingang am Chip 8251 heißt CTS!
Und er Ausgang des Chips heißt RTS, der das Signal CTS auf dem Kabel treibt, das als CTS am Eingang beim DTE ankommt.

Jede nachdem, ob DTE oder DCE senden, ist's mal so und mal so.

Fröhliche Verwirung noch
Siggi :wink:
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von siggi » 27.07.2017, 09:43

tofro hat geschrieben:
26.07.2017, 23:02
RTS wird vom Sender aktiviert, wenn er was senden will. "Ich will was senden"
CTS wird vom Empfänger aktiviert als Reaktion auf ein gezogenes RTS, wenn er damit einverstanden ist. "OK, kann kommen".
Geht CTS bei angelegtem RTS auf LOW, muss der Sender das Senden einstellen.
Hallo Tobias
die Benennung der Signale stammt aus der Steinzeit der Datenfernübertragung. Und die Signalnamen passen wurderbar zu der damals üblichen halbduplex-Datenübertragung über Modem: derjenige, der RTS (Request to send) aktiviert, fordert vom Modem den Aufbau des Trägersignals auf, über den die Daten (z. B. im Telefonnetz) übertragen werden sollen. Wenn der Träger steht, aktiviert Modem CTS (Clear to send) und es kann gesendet werden. Wenn der Gegner eine Chance zum Antworten kriegen soll (halbduplex, also immer nur einer sendet, nicht zugleich!), nimmt man RTS und damit den Träger zurück, damit das andere Modem den Träger aufbauen kann und Daten zurück senden kann.

Heutzutage schwätzt meist ein DTE (Zeddy) direkt mit einem DTE (PC). Es ist kein Modem (DCE) mehr dazwischen, sondern ein "Nullmodemkabel" in dem die Leitungen gekreuzt sind. Hier würde man RTS und CTS so übersetzen:
Ich setze RTS (Request to send: ich fordere den anderen auf, was zu senden). Wenn ich RTS deaktiviere, fordere ich ihn auf, nix mehr zu senden.
Wenn ich CTS (Clear to send, anderer sagt mir, "Klar, kannst mir was Senden") am Eingang aktiv sehe, darf ich was Senden. Wenn CTS weg geht, muß ich Senden einstellen.
So klappt dann heutzutage auch eine Fullduplex-Kommunikation (also zugleich Senden/Empfangen), ohne daß man zusätzliche Handshake-Leitungen braucht.
Jedes DTE setzt "sein" RTS, wenn es empfgangsbereit ist (und nimmt es zurück, wenn nicht). Über das gekreuzte Nullmodemkabel landet dann dieses Signal als "CTS" beim Gegner.

Gruß
Siggi
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von tokabln » 27.07.2017, 09:52

Hallo Joachim,

ich habe meinen Namen noch nicht auf der neuen Bestellliste gesehen. Bitte 2 mal Platine für mich. Und wenn möglich dann bau doch bitte noch den Widerstand für DTE Pin 4 ein, wie Siggi es getan hat.

Dankeschön.
Lieben Gruß Torsten
BMZ MFA, ZX80Core, AX81, ZX81, ZX81NU, Spectrum+, Harlequin, Amstrad NC100, Cambridge Z88, C64, C128D, Amiga 500, Amiga 1200, Atari Portfolio, HP200LX, IBM PC 5155, TP755c, T41, PS/2 (Model 40SX), PS/2E, Accura 101, Apple //e

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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von mrtinb » 27.07.2017, 10:04

I would like one as well.
Martin
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Layoutwunsch

Beitrag von tokabln » 27.07.2017, 10:08

Hallo Joachim,

noch etwas... ist aber sicher nur ein einseitiger Wunsch... den hatte ich beim Thema Spezifikation Platinenlayout indirekt im Auge.

1.) Der nach links abgehende D-SUB Stecker wäre aus Sicht einer Backplane Nutzung auf der rechten Seite der Platine besser angesiedelt, da dann das Kabel vom Zeddy weg und nicht zum Zeddy hin verlaufen würde. Klar kann man(n) den nach oben abgehenden Anschluß verwenden, denn finde ich aber (persönlich) nicht wirklich sinnvoll (wohlgemerkt nur in Verbindung mit der Backplane).

2.) Könntest Du auch bitte noch zwei Bohrungen (Durchmesser 3,2mm) am oberen Rand (eine links- und die andere rechtsseitig) anbringen, so daß man Abstandshalter montieren kann wenn man die Platine liegend betreiben möchte?

3.) und siggis Widerstand bitte nicht vergessen.

Danke
Lieben Gruß Torsten
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Re: Eine serielle Schnittstelle für den ZX81

Beitrag von ZX-Heinz » 27.07.2017, 10:44

siggi hat geschrieben:
26.07.2017, 22:58
Einfacher wäre, sich zu entscheiden, ob man mit V.24-Pegeln oder TTL-Pegeln schaffen will und dem entsprechend dem MAX bestücken oder auch nicht. Ich habe mich für V.24 entschieden und lasse die Finger von TTL-Pins ...
Ich habe die Leitungen CTS und RD mit 4k7 entkoppelt, um beide Varianten zu ermöglichen.
sj1.jpg
sj1.jpg (21.6 KiB) 151 mal betrachtet
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