ZX2000 - neuester Stand der Dinge

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Kai
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 22.01.2011, 20:16

Die Kleinigkeiten sind auch fertig und so schaut jetzt der Musteraufbau des Bausatzes aus:
Testaufbau.jpeg
Testaufbau.jpeg (40.76 KiB) 8931 mal betrachtet
Die letzten Krümelteile für die Bausätze werde ich morgen bestellen und nächste Woche noch ein paar der Platinen für das Ansteckmodul machen. Die ersten drei Testbausätze an Jens, Stephan und Paul könnte ich dann Anfang Februar ausliefern. Der derzeitige Stand ist der ZX2000 mit seinen internen 512kB Flashspeicher und einer VG64-Leiste als Busanschluß. Für das Laden von externen Quellen gibt es drei Möglichkeiten:
- ZX96 Floppycontroller anstecken und von Diskette laden
- PIO anstecken und vom USB-Stick laden
- einladen von Kassette (hab ich ehrlicherweise noch nie versucht...)

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Peter Liebert-Adelt
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Peter Liebert-Adelt » 22.01.2011, 20:46

Einfach Klasse!

Das wird der Treffen-Knüller und mein Reaktivator :D

Peter

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bbock
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von bbock » 22.01.2011, 23:28

Tolles Gerät - muss man das selber bauen oder gibt's das auch fertig?

Gruß
Bernd

Kai
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 23.01.2011, 12:30

Fertig aufgebaut gibts das nur für Leute, die wirklich absolut nichts löten können. Wer damals schon seinen ZX81 selber aufgebaut hat, der wird mit dem ZX2000 Bausatz auch keine Schwierigkeiten haben. Für den Aufbau eines Komplettgeräts brauche ich von demjenigen eigentlich nur ein Gehäuse und eine Tastatur. Zum Beispiel wäre dafür so ein altes dk-tronics Gehäuse sehr gut geeignet. Es läßt sich aber auch alles in einem ZX81-Gehäuse unterbringen!

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von bbock » 23.01.2011, 15:11

Naja, ich bin kein großer Held im Löten; mein erster Versuch für die einfache Composite-Schaltung mit nur einem Transistor und einem Widerstand hat erst mal dem Transistor das Leben gekostet :oops: Der zweite Versuch gelang dann (puh!). Ich habe große Zweifel, ob ich eine ganze Rechnerplatine fehlerfrei zusammenbekommen würde. Ich habe auch kein gutes Lötwerkzeug (nicht mal 'ne "Entlötsaugpumpe" oder wie das heißt).

Ich bin ja sehr spät dran; ich nehme mal an, es ist sowieso zu spät um noch "auf den Zug aufzuspringen". In jedem Fall freue ich mich den Zeddy-Supercomputer in Mahlerts bewundern zu können. Vielleicht ist dann noch einer übrig und steht zum Verkauf :|

Viele Grüße
Bernd

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Re: ZX2000 - Paar Fragen

Beitrag von siggi » 29.01.2011, 10:12

Hallo Kai und Bodo

gibt's eigentlich irgendwo 'ne Beschreibung, wie beim ZX2000 die PEEK/POKErei geht?
Also z. B. wie man wo welche Speicherbereiche einblenden (Memory Map) oder sonstiges wie/wo tricksen kann (Poke7/8).
Würde mich gern vor dem Treffen dazu noch etwas schlauer machen.

Und könnte man eigentlich den Cassetten-Port als digitalen Ein/Ausgang benutzen? Oder ist beim MIC-Ausgang (wie beim "richtigen" ZX81) ein Video-Signal (VSYNC?) mit reingemischt, der dann auch an dem Ausgang rumwackelt?

Kann man im ZX2000 eigentich UDG-Ram hinkriegen (also Adressen von der ULA während Auslesen des Zeichensatzes/RFSH)? Einige neue Spiele benutzen ja so was (UDG-Zeichensatz ab$3000).

Bis zum Treffen dann ...
Siggi

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von bodo » 29.01.2011, 12:37

Moin, Siggi.

Schau mal unter http://bodo4all.fortunecity.com/zx/zx97.html nach, ob das schon alle deine Fragen beantwortet. Entgegen der Aussage auf der Seite habe ich schon länger nichts verfeinert. :oops:

Ein benutzterdefinierter Zeichensatz (im RAM!) ist demnach möglich.

Sicher ist auch die Option, RAM in den ersten 8K zu haben, interessant für Patcher. :lol:

Wegen der Cassetten-Ports habe ich mal in den VHDL-Quellen gewühlt: es gibt keinen eigenen Ausgang, sondern wie im Original wird das Videosignal (genauer: das Synchronsignal) als Ausgang benutzt. Sonst würde ja originale Software auch nicht funktionieren. Der Eingang ist aber (wie im Original?) als 1-Bit-Eingang verwendbar.

Bodo
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Udo » 29.01.2011, 13:42

Hallo zusammen,

wo kann man sich denn auf die Abnehmerliste setzen lassen.

Ich hab gerade meinen ZX81 wieder ausgegraben .......

Danke
udo
Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht.

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Re: ZX2000 - Fragen

Beitrag von siggi » 29.01.2011, 14:17

bodo hat geschrieben:Schau mal unter http://bodo4all.fortunecity.com/zx/zx97.html nach, ob das schon alle deine Fragen beantwortet.
Danke. Das hilft schon weiter.

So wie das verstanden habe, kann man linear 64K Ram von 0-FFFF haben. Richtig?
Wie sieht es dann mit MEFISDOS aus, das normalerweise 2 16K-Bänke (paged) oberhalb 48K per POKE8 einblendet. Wird da von den 64K was abgezwackt? Wenn ja, wo denn?
Sicher ist auch die Option, RAM in den ersten 8K zu haben, interessant für Patcher. :lol:
Viele meiner Zeddies haben da FLASH (MEFISDOS + DRUCKER-TREIBER-PATCHES): das ist nachtragender/weniger vergeßlich beim Ausschalten :D
Aber zum experimentieren ist da RAM sicher gut.
Wegen der Cassetten-Ports habe ich mal in den VHDL-Quellen gewühlt: es gibt keinen eigenen Ausgang, sondern wie im Original wird das Videosignal (genauer: das Synchronsignal) als Ausgang benutzt. Sonst würde ja originale Software auch nicht funktionieren. Der Eingang ist aber (wie im Original?) als 1-Bit-Eingang verwendbar.
Hmm, soweit ich mich erinnere, hatte Wilf Rigter mal erwähnt, daß er auf seinem Nachbau-Zeddy den Videokram aus dem CASS-Port raushalten konnte und er so 2 "richtige" Ein/Ausgänge hätte. Weiß aber nicht, wie er das gemacht hat...

Danke und Gruß
Siggi

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von bodo » 29.01.2011, 18:38

siggi hat geschrieben:So wie das verstanden habe, kann man linear 64K Ram von 0-FFFF haben. Richtig?
Nicht wirklich, weil ja nur ein 32KB-ROM und ein 32KB-RAM untertützt werden.

Mal sehen,ob ich es noch besser beschreiben kann:

Die ersten 8KB (0000..1FFF) gehen ins ROM oder RAM, je nach Optionsbit ROM0. Die entsprechende Seite wird mit PAGEx ausgewählt.

Der normale 16KB-Bereich Bereich von 4000 bis 7FFF geht immer ins RAM. Weitere 8KB sind von 8000 bis 9FFF auch immer da.

Die übrigen 8KB des RAM können durch RAMx unbenutzt bleiben (00), bei 2000 bis 3FFF liegen (01), oder bei A000 bis BFFF liegen (10 und 11). Bei letzterer Einstellung wird der Bereich von 4000 bis 7FFF außerdem im Bereich von C000 bis FFFF für Datenzugriffe gespiegelt, das ist für Software, die das erwartet.

Maschinencodezugriffe im Bereich von C000 bis FFFF führen immer zu NOP, weil dies die Videologik auslöst. Wenn ich mich richtig erinnere, greifen sie dann aber auch auf 4000 bis 7FFF vom RAM zu.

Bei "maximalen" Einstellungen sind also 40KB unterschiedlicher Speicher in 56KB Adressraum sichtbar, mit 16KB gespiegelt. Mit "minimalen" Einstellungen werden nur 32KB Adressraum auf ROM und RAM geführt, der Rest kann für Erweiterungen genutzt werden.
siggi hat geschrieben:Hmm, soweit ich mich erinnere, hatte Wilf Rigter mal erwähnt, daß er auf seinem Nachbau-Zeddy den Videokram aus dem CASS-Port raushalten konnte und er so 2 "richtige" Ein/Ausgänge hätte. Weiß aber nicht, wie er das gemacht hat...
Das geht bestimmt, wenn der vertikale Synchronpuls extra herausgeführt wird. Unser FPGA hat leider keine Pins mehr übrig - was schon vor Jahren Kai enttäuscht hat, weil er gerne seine Flash dadurch angesteuert hätte.
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 31.01.2011, 18:19

Ja, leider. Deswegen hat sich dann auch ein wenig Frickelei um das FPGA herum geschart :mrgreen:
Neben den standardmäßigen 32k-Bodo-RAM hat der ZX2000 noch ein weiteres 32k RAM, das wie gewohnt von Mefisdos genutzt wird. Also oberhalb 48k sichtbar falls Poke 8,13 oder 8,14 gesetzt und dementsprechend auch in 2 Bänke geteilt. Bei Poke 8,15 taucht dort dann das Flash auf, dessen aktive Bank wird über Poke9 gesetzt (32 Bänke zu je 16k - prinzipiell erweiterbar auf 4 MB).
An der Doku der ZX2000 Interna müssen wir noch arbeiten, da brauch ich auch bissel Hilfe von Bodo :wink:

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 14.02.2011, 22:16

Ich habe fast fertig :mrgreen: die 4 Testbausätze werde ich gegen Ende der Woche rausschicken können.
Sorgen macht mir derzeit nur noch die Versorgungslage was Displays angeht. Von den ursprünglich 40 oder 50 Displays war ja nur die Hälfte überhaupt funktionsfähig. Vom Rest ist wiederum bei der Hälfte die Leuchtstoffröhre der Hintergrundbeleuchtung defekt. Da hatte Dieter aber eine Ersatzteilquelle gefunden, die paßten aber nicht 100%ig.
Im Angebot ist derzeit nur bei Pollin ein etwas kleineres Display:
http://www.pollin.de/shop/dt/Mzk0OTc4OT ... 3224V.html
das aber von den Daten her zu passen scheint.
Also haltet bitte die Augen offen. Wir brauchen Displays mit 320x240 Pixeln und 4-Bit Ansteuerung, die Diagonale ist eigentlich wurscht. Die Leuchtstoffröhren sind 10 cm lang und haben etwa 2 mm Durchmesser.
Der ZX2000 läßt sich natürlich auch über den normalen Videoausgang nutzen.

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von bodo » 15.02.2011, 19:39

Bei mir war die Hintergrundbeleuchtung auch kaputt gegangen. In der elektronischen Bucht habe ich schon vor einiger Zeit eine LED-Leiste für einen EEE-PC (7 Zoll) ersteigert, die genau in die Lücke zwischen der defekten Röhre und der verteilenden Plexiglasplatte passt. Sie ist etwas zu lang, kann aber abgeschnitten werden, wenn man weiß, wo.

Eigentlich wollte ich einen Artikel fürs Magazin daraus machen, aber mir fehlt die Zeit, die Elektronik für die Versorgung aufzubauen. :( Daher: betrachtet dies als Tipp für eine Alternative.
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von sbetamax » 15.02.2011, 19:58

Hallo Kai,
ich kann mir eine Hintergrundbeleuchtung irgend wie bauen.

Dank an Bodo, für den Tipp. Geh gleich mal suchen.
Gruß Stephan
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 15.02.2011, 22:23

Da schicke ich Dir doch gleich mal eins dieser Displays mit zum laborieren :wink:

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 18.02.2011, 00:15

Jetzt ist doch noch eine Nachtschicht draus geworden, aber morgen gehen die Testbausätze an Jens, Stephan und Paul zur Post. Ich werde dann unter ZX-Team-Magazin noch einen Thread starten, wo ich Fotos von meinen Testaufbauten reinstelle. Dort können wir dann auch die Erfahrungen austauschen und Tips sammeln. Den Bausätzen liegt eine detaillierte Anleitung bei, sowie Schaltpläne und Bestückungspläne. Damit kann man in der Werkstatt vom PC ungestört die Sachen aufbauen. Aber extra noch Fotos ausdrucken halte ich in Zeiten des Internets dann doch für übertrieben :mrgreen:
Stephan schicke ich wie versprochen zwei Displays - ein intaktes und eins mit defekter Röhre.
Also denn - haut rein, ich wünsche maximale Erfolge!

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 03.03.2011, 22:22

Soll ich oder soll ich nicht....mir noch einen Stapel Displays aufs Lager legen?
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... fe=sidebar

Die scheinen jedenfalls immer seltener zu werden.

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Joachim » 04.03.2011, 15:50

Hallo Kai!
Klingt verlockend - aber, ob die in China wirklich jedes Display getestet haben? Lieber lassen sie es doch drauf ankommen und erstatten dir den Ausfall. Gesamtpreis wäre ca. 210 Euro. Es kommt aber noch Zoll dazu! Also nochmals ca. 40 Euro. Ein Stück käme dann auf ca. 2,70.
Ich würde mich an der Finanzierung von 10 Displays beteiligen, also 10 Aktien kaufen. Vielleicht finden sich noch weitere Finanziers. Du hast schon genügend Geld für das Projekt vorgestreckt. Wenn Du dann Displays verscherbelst, kannst Du jeweils die Finanziers auszahlen. Dafür haben wir doch das ZX-Team.
Außerdem wären das dann meine ersten Aktien und meine Altersvorsorge wäre gedeckt ;)
Grüße
Joachim
Viele Grüße!
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 04.03.2011, 18:36

Ich denke, die werde ich mir angeln und aufs Lager legen. Ich hab dann auch noch Aktien für weitere 50 FPGAs anzubieten :wink:

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Kai » 10.03.2011, 18:19

Die FPGAs sind schonmal da. 60 Stück zum absoluten Schnapperpreis :lol: Mit den Displays schaue ich nochmal richtig nach, der Verkäufer hat auch andere Posten für teilweise wesentlich weniger Geld im Angebot.

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von sbetamax » 12.03.2011, 23:24

Moin,
ein paar fragen zur Geschwindigkeit :oops:
Ich hab ja nun schon ein paar stunden an dem ZX2000 gearbeitet und manchmal könnte er ja, wie sein Original auch, etwas schneller sein. Zumal wenn man ihn nur in BASIC füttert.

Daher gleich 2 Fragen:
1. Ich nehme an das diese Wait-Geschichte für die Synchronisation eher dem ZX81 entspricht als der verbesserten Variante von Wilf, die ja erst Mitte 2000 kam.
http://www.user.dccnet.com/wrigter/inde ... 81WAIT.htm

2. Ich hab meine ZX2000 mit einer 10MHz Z80 CPU bestückt. Hauptsächlich, weil sie weniger Saft als die Z80A CPU von Kai braucht. Nun stellt sich die Frage: Kann man den ZX 2000 bei LCD-Betrieb übertakten und wenn ja wo sind die Grenzen? Ich weiß nicht wo hier der Flaschenhals zu finden ist.
Gruß Stephan
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von Paul » 13.03.2011, 00:25

Ich habe ebenfalls eine 10mhz Variante drin und den Quarz gesockelt.
Bodo meinte zwar es ginge nicht weil das LCD ja seine Signale auch taktabhängig bekommt habe aber trotzdem mal experimentiert. Quarze von 2 bis 8 MHz funktionierten. Bei 9 MHz lief der zx. Aber die Tastatur klappte nur noch teilweise. Shift ging nicht mehr und die zweite Spalte war ausgefallen.
Bei 10 MHz war nix mehr zu sehen.
Das Programm Speed sagt weiterhin das 100,5 % Geschwindigkeit vorhanden sind. Es misst ja auch in Frames.
Es werden dann aber mehr Frames ausgegeben, idealer Weise würden in einem höher getakteten zx81 aber sogar weniger Frames ausgegeben. Das Bild bleibt ja stabil auf dem LCD. Dann wären mehr Taktzyklen für das Programm über.
Theoretisch ist zwischen Theorie und Praxis kein Unterschied.
Praktisch allerdings wohl.

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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von bodo » 13.03.2011, 14:49

Die verbesserte WAIT-Schaltung kannte ich damals bestimmt noch nicht. Dummerweise kann ich die Logik aber nicht mehr ändern... Wieviel hat es denn ausgemacht? Bei einstelligen Prozenten ist es ja völlig uninteressant, wenn stattdessen ein Dutzende Prozente schnellerer Takt eingesetzt wird.

Das LCD bekommt tatsächlich seine Signale direkt aus dem Takt abgeleitet. Höhere Frequenzen gehen vielleicht auf den Kontrast und die Lebensdauer. Und irgendwann kommt es nicht mehr mit bzw. stimmen die Setup- und Holdzeiten aus dem FPGA nicht mehr. "Versuch macht kluch."
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von sbetamax » 13.03.2011, 17:59

Hallo Bodo,
ich wusste nicht ob es von Wilf schon eine frühere Variante der Schaltung gab da er ja 2005 was von Version 2 schreibt. Wenn er mit Version 1 allerdings die Uhrversion meint, dann konntest du in der tat nichts von der Schaltung wissen.
Immerhin gut 10% Geschwindigkeit bringt der Schaltungstrick. Und man merkt die 10% auch. Zumindest ich. Aber wenn es sich nicht ändern läst ist es auch egal.
Mit dem ZX2000 zu arbeiten macht richtig Spas! Gerade mit dem MeFisdos, das ich vor her nur vom sehen kannte, geht's richtig ab. Nix mehr langwieriges Load Save über Minidisc.

Kurz noch zum FPGA was genau brauchst du dafür? Vielleicht finde ich einen der so was hat.
Gruß Stephan
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Re: ZX2000 - neuester Stand der Dinge

Beitrag von bodo » 13.03.2011, 19:56

Der Quelltext ist in VHDL, daraus macht ein Synthesetool nach heftigen "Massagen" eine Netzliste (wie beim Schaltplaneditor), die durch ein proprietäres Xilinx-Programm in eine Binärdatei für den XC3040 (XC3042) umgewandelt wird. Das Format der letzteren ist streng geheim, damit niemand aus der Binärdatei wiederum die Logik extrahieren kann.

Ich konnte damals bei meinem ehemaligen Arbeitgeber die originalen Produkte von Viewlogic und Xilinx benutzen, die mehrere KiloDM gekostet haben. Das wird heute bei kommerziellen Tools nicht anders sein, aber vielleicht gibt es etwas Freies?
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