ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

ali
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ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von ali » 22.03.2012, 11:40

Hallo Ihr alle,

ich habe mich mal drum gekuemmert und habe -nach vielem hin-und her- eine Firma gefunden, die einen Abdruck nimmt und dann ein Gehaeuse giesst.
Folgendes Angebot:

1x Herstellung einer ZX80-Gehaeuse-Negativform: ca. 870 EUR
1x Guss in Glasklar: ca. 120 EUR
1x Guss in weiss: ca. 100 EUR
Am Besten ich haeng das Angebot gerade hier dran ;-)

Ich muesste demnaechst wissen, ob und wer wieviele Gehaeuse haben will. Moeglichst verbindlich ...

Ali
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von ali » 23.03.2012, 11:58

Hallo Ihr,

ich habe noch eine zweite Antwort erhalten (diesmal von dynarep und telefonisch). Da diese jedoch uninteressant ist ... hier nur in Kuerze:
Einmalkosten: etwa 1000 EUR
Jedes Gehaeuse: etwa 250 EUR

"Die Gehaeuse werden anders aussehen, da die Rundungen ohne Spritzguss nicht machbar sind !"

http://www.dynarep.de/kunststoffgehaeuse

Ali
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ali
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von ali » 30.04.2012, 15:49

@Alle

Hallo ihr,

irgendwie habe ich davon nichts mehr gelesen. Ist das noch von Interesse ? Oder hab' ich da nur etwas ueberlesen ? Gibts schon Gehaeuse vom ZX80 als Nachbildung einzeln ?

Ali
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 02.05.2012, 12:43

Ich denke das die Preisklassen nicht interessant sind da wir auf keine relevante Abnehmerzahl kommen.
In ein paar Jahren geht das ja eventuell etwas billiger.
Bis dahin versuche ich (so ich Zeit dazu finde) mal ein Gehäuseunterteil selbst zu basteln. Aus ABS Platten geklebt so wie vorgeschlagen wurde.
Davon sieht man das meiste sowieso nicht. und die Oberseite benötigt ja keinen Deckel. Das will ich sowieso sehen können.
Gruß Paul
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von bodo » 05.05.2012, 13:02

Wie schwierig ist es eigentlich, selbst tiefzuziehen? Thermoplast lässt sich ja in einem nicht zu ungenauen Backofen weichmachen, und ein Stempel aus Holz sollte nicht unmöglich sein. Aber ich habe da keine Erfahrung... Vielleicht hilft ein nicht zu neues Buch aus dem (Schiffs-)Modellbau weiter.
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von sbetamax » 05.05.2012, 18:05

Moin,
ich hab mal gekugelt und das hier gefunden:
http://www.jk-modellflug.de.tl/Tiefziehen.htm

Sieht nicht so schwierig aus, wenn man das drumherum erst mal hat.
Gruß Stephan
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 05.05.2012, 18:26

es ist richtig das es einfach aussieht.
Dabei handelt es sich abr meist um sehr einfache Formen mit großen Radien wie Flugzeughauben.
Die Idee mit dem Stempel bzw. Presswerkzeug erschein mir praktikabler.
Ich habe ja ein Spritzguß Originalgehäuse. Hätte man von jeder Hälfte sowohl einen Oberseite- als auch einen Unterseite- Abguss so könnte man erhitzes ABS dazwischen "stempeln" und erhielte einen "Original-änlichen" Abdruck mit den kleinen Radien davon. Alternativ könnte man dann auch mit sehr dünnflüssigen Harz ausgießen.

Gruß Paul
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Jens » 06.05.2012, 12:06

Und was ist mit 3D-Druck?
Wenn du tot bist, dann merkst du das selber nicht. Es ist nur schwer für die anderen. Wenn du blöd bist, dann ist es genauso.
Und: uıɐbɐ ʎɐqǝ uo pɹɐoqʎǝʞ ɐ ʎnq ɹǝʌǝ ɹǝʌǝu ןןıʍ ı
Der ZX81 rechnet mit allem, nur nicht mit seinem Besitzer...

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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von sbetamax » 06.05.2012, 12:16

Da ist gerade in der aktuellen CT ein Bericht über 3d Drucker. Hab ich aber noch nicht gelesen.
Gruß Stephan
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 06.05.2012, 14:19

Die Betriebskosten sind akzeptabel. Aber die Firmen die 3D Druck anbieten verlangen horrende Preise. Außerdem muss dann erst ein 3D Modell her. Der 3D Scannen kostet auch ein paar hundert Euro.
Wer sich einen einfachen 3D Scanner (zwei webcams und ca 150€ Software) zulegt kann damit reich werden.
Das gleiche gilt für 1500€ 3D Drucker.
Gruß Paul
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von bodo » 06.05.2012, 20:24

Ich habe mal Shapeways ausprobiert, mit kleinen freien fertigen Modellen. Die Preise hängen teils vom Volumen des umschließenden Quaders ab, teils vom verbrauchten Material. Die Qualität ist gut, aber polierte Oberflächen kosten mehr. Eine Schätzung wage ich nicht...
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 08.05.2012, 12:40

Zumindest das mit dem Scannen scheint auch kostenlos zu gehen.
Der zugeörige Teaser von Heise ist hier:
http://heise.de/-1566210
Mal sehen ob ich das hin bekomme.
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von PokeMon » 09.05.2012, 12:27

Paul hat geschrieben:Die Betriebskosten sind akzeptabel. Aber die Firmen die 3D Druck anbieten verlangen horrende Preise. Außerdem muss dann erst ein 3D Modell her. Der 3D Scannen kostet auch ein paar hundert Euro.
3D Scan (oder das was in der aktuellen c't mit Fotoserien und Tools beschrieben wird :mrgreen: ) lohnt sich eigentlich nur bei komplexen Modellen.
Wenn man die Nachbearbeitung dazu rechnet. Das Gehäuse kann man mit ein wenig Übung in einem 3D Konstruktionsprogramm sicher relativ schnell neu erstellen. Das ist doch recht einfach gehalten. Das sind ein paar Dutzend Linien und die Kanten und Ecken haben Radien. Man muss nur das äußere oder innere Teil abmessen und kann die komplementäre Seite dann einfach durch die Materialstärke errechnen.

Das 3D Modell ist sicherlich nicht das Problem, ich sehe da eher trotzdem noch hohe Produktionskosten bei 3D Druck. Zwar sind die Kosten pro Stück nahezu gleich ob man 1 Stück oder 10 Stück produzieren läßt, aber die dürften derzeit sicherlich noch bei gut 100 EUR oder mehr liegen. Ich habe bereits die Artikel aus der c't von vor ca. 6 Monaten verfolgt, bei dem verschiedene 3D Servicedienstleister unter die Lupe genommen wurden und deren Kosten. Die einen berechnen nach verbrauchtem Material, die anderen nach Volumen. Habe das für alle Dienstleister damals mal durchgerechnet. Der Vorteil ist, dass man das Gehäuse dann je nach Hersteller (z.B. Shapeways) auch aus anderen Materialien produzieren lassen kann. Z.B. aus farbigen Materialien, Acryl, Aluminid, Ceramic usw. :wink:

Man sollte noch 1-2 Jahre warten, dann könnten sich vielleicht die Kosten halbieren.
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 09.05.2012, 12:45

Also theoretisch kann man das zwar, praktisch bin ich in 3D Programmen, tja wie soll man es ausdrücken - Analphabet???
In der Firma in der ich Arbeite gibt es eine Abteilung die sündhaft teure Programme zum 3D Modellieren einsetzt. Leider kenne ich die passenden Mitarbeiter nicht näher.
Als ich das Gehäuse mal vorsichtig zeigte war die Reaktion nicht positiv. Wenn da keine Radien wären wäre wesentlich einfacher. Es hat sich dort also leider keiner erbarmt :(

Da der Versuch mit dem 3D scan ja kostenlos ist habe ich mich bei "my3dscanner" mal angemeldet und probiere dies.
Vielleicht kann einer meiner Kollegen dann bei der Nachbearbeitung helfen, gegen einen Kasten Bier.

Wie schon früher gesagt finde ich 3D Druck cool und würde das Experiment mal wagen. Vielleicht schenke ich es mir dann selbst zu Weihnachten...

Sollte sich jemand mit 3D Programmen auskennen und selbst die Maße abnehmen wollen stelle ich mein Gehäuse auch gerne leihweise zur Verfügung.
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von PokeMon » 09.05.2012, 22:23

Paul hat geschrieben: Als ich das Gehäuse mal vorsichtig zeigte war die Reaktion nicht positiv. Wenn da keine Radien wären wäre wesentlich einfacher. Es hat sich dort also leider keiner erbarmt :(
Ja ist schon klar. Wenn einer zu mir mit einem (privaten) Computerproblem kommt, bin ich auch nicht begeistert und sage meistens, davon habe ich leider keine Ahnung. :mrgreen:
Ich habe früher mal mit Autosketch (2D) gearbeitet und das ist so ähnlich wie AutoCad (3D). Man kann da sehr gut mit Koordinaten arbeiten, also Linien von verschiedenen Punkten ziehen, einfach über Zahleneingaben auf der Tastatur. Das ist genauer als mit der Maus. 3D müsste ähnlich funktionieren. Ja einarbeiten muss man sich da wohl. Müsste aber sicher auch Freeware geben. Vielleicht bieten die 3D Hersteller auch Software an oder verweisen auf gute Softwareprodukte (Shapeways und andere) - habe ich aber nicht wirklich recherchiert.

Ich habe heute den 2. Artikel in der c't gelesen über die 3D Drucker für "zu Hause". Zwischen 1000 und 3000 EUR, je nach Modell und ob es ein Fertiggerät oder ein Bausatz ist. Ja spannend finde ich so einen Drucker auch. Aber kaufen möchte ich ihn mir jetzt auch nicht unbedingt. :wink:

Ist aber sicher ein spannendes Hobby für Dich, Paul. Und kannst Du viele Freunde gewinnen mit so einem 3D Drucker. :D
Und wenn Du Deiner Frau Modeschmuck aus ABS druckst, wird die sicher auch von der Investition begeistert sein. :mrgreen:
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von sascha2000 » 10.05.2012, 08:55

Schaut mal da:

http://www.ebay.de/itm/3D-Drucker-Multi ... 582wt_1164

600€ + Motoren und Steuerung.

Es wäre mal interessant zu wissen wer hier in der Szene ein potentieller Käufer wäre. Das Gerät müsste sich doch fast alleine finanzieren ....

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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von ali » 10.05.2012, 09:43

@sascha2000

Das Angebot sieht auf den ersten Blick gut aus.
Aber:
> ohne Motoren,Steuerungen, Netzteil, Extruder

da kommen also noch Kosten dazu. Vermutlich wird das komplett funktionsfaehige Teil nicht viel billiger als ein fertiger 3D-Drucker fuer 1500 EUR, bei dem alles aufeinander abgestimmt ist ... ;-(

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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 10.05.2012, 10:09

Paul hat geschrieben: Unterteil: höhe 8-13mm. Breite 177mm. Tiefe 220mm
Oberteil: Höhe 12-25mm. Breite 177mm. Tiefe 149-150mm
Leider hat der dort angebotene 3D Drucker nur 200mm Arbeitsweg :(
Ansonsten ist das Angebot, ich eigentlich niemandem zu nahe treten, eine Frechheit.
Das ist kein Drucker, das ist eigentlich gar nix. Dafür ist der Preis recht happig.
Für den Drucker fehlen ja eigentlich "nur" das Netzteil, die Motoren, die Steuerung, die Heizung, der Halter für das Material, der Extruder
oder besser gesagt alles was teuer ist.
Apropos Steuerung: Darin besteht doch der eigentliche Gag, so daß man mit diesem Verfahren halbwegs brauchbare Gegenstände herstellt.
Und bezahlt mach sich so ein Teil eigentlich nur, wenn man so wie alle völlig überzogene Bauteilpreise nimmt :oops: , dann aber fehlen die Kunden...
Und das möchte ich auch gar nicht
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von sascha2000 » 10.05.2012, 10:59

>Unterteil: höhe 8-13mm. Breite 177mm. Tiefe 220mm
>Oberteil: Höhe 12-25mm. Breite 177mm. Tiefe 149-150mm

Nun, man muss die Teile ja nicht an einem Stück plotten. Man könnte das Unterteil in 2 Teilen fertigen und dann verkleben.

>Für den Drucker fehlen ja eigentlich "nur" das Netzteil, die Motoren, die Steuerung, die Heizung, der Halter für das Material, der Extruder
oder besser gesagt alles was teuer ist.

Wie dem auch sei, ich habe mal Gegoogelt. So um die $900 zahlt man für so ein Teil, komplett mit allem drum und dran. Zoll kommt natürlich auch noch dazu.

Ich würde mir so ein Gerät sogar zulegen, wenn die Nachfrage und Mitwirkung auch entsprechend wäre.

Wenn ich mir so ein Gerät kaufe und dann nur 3 Personen ein Gehäuseunterteil wollen, dann lohnt es sich einfach nicht. Dann habe ich $900 ausgegeben, €50 eingenommen. Das macht dann keinen Spass. Wenn hingegen ein kontinuierlicher Bedarf vorhanden wäre, dann könnte ich die Teile nach Amortisation des Druckers zum Selbstkostenpreis anbieten.

So eine Gehäuse liegt dann, gefühlt ohne es durchgerechnet zu haben, im 1-2 stelligen €-Bereich.

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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 10.05.2012, 12:05

Gibt es eigentlich Messen auf denen die Anbieter der Drucker diese verkaufen wollen?
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von PokeMon » 10.05.2012, 12:22

sascha2000 hat geschrieben:Schaut mal da:

http://www.ebay.de/itm/3D-Drucker-Multi ... 582wt_1164

600€ + Motoren und Steuerung.

Es wäre mal interessant zu wissen wer hier in der Szene ein potentieller Käufer wäre. Das Gerät müsste sich doch fast alleine finanzieren ....
Auf der Internetseite des Herstellers kannst Du 50 EUR sparen oder für 600 EUR den Bausatz mit Motoren bestellen. :wink:

http://www.multirap.de/

Aber Paul hat vollkommen Recht, da fehlen ganz wesentliche Elemente wie Ansteuerung.
Und das muss alles aufeinander abgestimmt sein, die Temperatur der Heizung, die Nachführung des Materials (auch nicht unkompliziert) und die Geschwindigkeit der Motoren. Ganz abgesehen von der Software zur Konvertierung der 3D Daten in Schrittmotorbewegungen. Wenn Du das alles selbst herausfinden willst, hast Du sicher viel zu tun und kannst mal ein paar Rollen Rohmaterial mitbestellen und mit etwas Glück hält der Bausatz solange durch, bis es paßt. :mrgreen:

Eine Düse sieht man auf den Fotos schon. Allerdings mit einem recht großen Loch. Was mich zu der Frage führt, welche Auflösung der Drucker oder die Düse überhaupt bietet. Sieht auf den ersten Blick nach 1mm aus. Weiterhin ist zu beachten, dass bei Bewegen des Kopfes möglichst keine Fäden zur neuen Anschlussstelle gezogen werden und saubere Kanten enstehen. Auf dem Video sieht man da echt nicht viel. Und dass wesentliche Elemente wie die Zuführung des Plastikdrahtes selbst aus Plastik (offenbar gedruckt) sind, macht nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck. Obwohl man weiß noch nicht mal ob die Zahnräder mit dem Drucker erstellt wurden oder ob er die Shapeways bestellt. :mrgreen:
Zwischenablage02.jpg
Zwischenablage02.jpg (26.11 KiB) 19051 mal betrachtet
Dann macht mich stutzig, dass der Hersteller keine Komplettgeräte liefert. Vom fehlenden Zubehör (Steuerung) mal ganz zu schweigen.
Der Hintergrund dürfte wohl sein, dass dem die Sch...e um die Ohren fliegen würde. Auf Bausätze gibt es halt kein Rückgabe- oder Widerrufsrecht (zumindest nicht wenn die Teile verarbeitet wurden). So kann er sich immer darauf hinausreden, Du hättest das Ding falsch oder schlecht montiert.

Also ehrlich Sascha, von dem Ding würde ich echt die Finger lassen. Kauf Dir mal die aktuelle c't om Zeitschriftenhandel falls Du sie nicht eh hast.
Da werden auch alle Probleme beleuchtet. Zum Beispiel die recht unterschiedliche Lautstärke. Wundert mich nicht, dass das Video ohne Ton ist. :wink:
Oder die Druckgeschwindigkeit. Variierte für ein Testobjekt (c't Logo) zwischen etwa 10 und 75 Minuten wenn man die Aufheizzeit abzieht. Was mich zum letzten Punkt führt, ich weiß nicht ob die 3W Heizwiderstände auf der Internetseite überhaupt was bringen. Das langsamste Modell hatte eine Aufheizzeit von 10 Minuten, war aber immerhin beim Drucken und in der Gesamtfertigungszeit das schnellste.

Und die reißerische Aufmachung auf der Internetseite mit zahlreichen Superlativen ist echt der Kracher.
der Druck- bzw. Fräskopf steht still und der Tisch verfährt in x- und y-Richtung.

Dies bietet den großen Vorteil, dass es keine bewegten Massen gibt,

der Kopf steht immer ruhig und das Rahmengestell muss keine Schwingungen

und Erschütterungen aufnehmen.
Sorry aber selten so einen Schwachsinn gelesen. Der Druckertisch und das was drauf ist, hat natürlich keine Masse. :roll:
Meins nur gut Sascha, nicht falsch verstehen. :wink:
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von PokeMon » 10.05.2012, 12:23

Paul hat geschrieben:Gibt es eigentlich Messen auf denen die Anbieter der Drucker diese verkaufen wollen?
Ja Modellbau Messen. :wink:
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von sascha2000 » 10.05.2012, 13:06

Danke Karl für deinen Kommentar!

Du hast vollkommen recht. Ich sollte, wenn überhaupt, nur was fertiges, ready to use kaufen ....

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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von Paul » 10.05.2012, 13:25

PokeMon hat geschrieben:
Paul hat geschrieben:Gibt es eigentlich Messen auf denen die Anbieter der Drucker diese verkaufen wollen?
Ja Modellbau Messen. :wink:
Na da hab ich mal ausnahmsweise Glück. Passiert mir sonst eigentlich nie. Die Intermodellbau in Dortmund ist am Wochenende VOR Mahlerts :D
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Re: ZX80 Gehaeuse-Nachbildung

Beitrag von PokeMon » 10.05.2012, 13:29

sascha2000 hat geschrieben:Danke Karl für deinen Kommentar!

Du hast vollkommen recht. Ich sollte, wenn überhaupt, nur was fertiges, ready to use kaufen ....
Du kannst schon auch einen Bausatz kaufen, ich würde nur schauen welchen.
In der c't haben sie 5 Bausätze und 2 Fertiggeräte ausprobiert. Die Bausätze haben dabei nicht sooo schlecht abgeschnitten. Wenn auch deutlich mehr Montagezeit als angegeben. Aber zumindest waren die Bausätze vollständig (inklusive Elektronik).

Hier der Felix kam recht gut weg für um die 900 EUR als Bausatz. Einziger Kritikpunkt war die "spartanische Software" - was immer das genau heißen mag.
Die Druckergebnisse waren aber wohl gut.

http://www.felixprinters.com/
(ist eine höllandische Firma)

Hier ein paar Videos, dürften bis zur nächsten Ausgabe noch kostenfrei abrufbar sein:

http://www.heise.de/ct/artikel/3D-Druck ... 65069.html
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