Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

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Eratosthenes
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Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Eratosthenes » 29.12.2017, 02:39

Moin, moin!

Irgendwie bin ich ziemlich anders als andere.

Noch vor dem Spectrum habe ich mich bereits auf britische Hardware eingeschossen. Mein erstes Quartett hatte als Deckblatt Bild einen Morgan Plus 8. Ich fand das Auto, obwohl er nicht das beste Blatt im Spiel war, schon mit ca. 8 Jahren "unglaublich g*il". Nur die Farbe hat mir nicht so wirklich gefallen.

Ergebnis: Ich habe 25Jahre - 30Jahre darauf hingeträumt und mir das Teil in "viel hübscher" zugelegt.
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Seit Ihr, ausser den ganzen Sinclair Sachen, auch so anglophil wie ich?
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Paul
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Paul » 29.12.2017, 06:16

Der Morgan ist wirklich ein schönes Fahrzeug.
Ich hatte als Kind einen Nachbarn der ein Triumph Cabrio in grün fuhr, oder vielmehr daran schraubte. Ich erinnere mich gar nicht daran das er damit gefahren ist. Er hatte daran einen großen Aufkleber:"Behüt uns Gott vor Sturm und Wind und Autos die aus England sind".
Humor hatter er also.
In meinem Quartett war der "KING" der Porsche 917/30. Mit 1180 PS aus 3800ccm. B12 Motor. Wikipedia sagt dazu V12-180 Grad :wink:
Mein Kindheits-Auto-Traum.
Ich habe zwei Menschen kennengelernt die einen besaßen.
Einen Arzt aus Aachen der einen mit Straßenzulassung fuhr. Gedrosselt auf 360km/h.
Und einen Oberfeldwebel der in meiner Kompanie diente. Der ist während meiner Dienstzeit auf der Nordschleife tödlich verunglückt. Wie ich später erfuhr aber mit einem seiner anderen Wagen.
Kaufen werde ich mir so ein Fahrzeug aber nie.
Dazu bin ich zu vernünftig. Und ein Auto ist für mich ein Beförderungsmittel. Fährt es nicht zuverlässig ist für mich sinnfrei.
Das ändert aber nichts daran das diese Fahrzeuge wunderschön finde.
Dir viel Spaß mit deinem kleinen Engländer.
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Kai » 01.01.2018, 16:47

Ein Plus8 ist schon was feines!
Bei mir geht es eher etwas gediegener zu:
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Jungsi » 03.01.2018, 10:19

Bis auf Sinclair habe ich keine Verbindung in die Richtung. Ich war nur mal in London in Urlaub und in Irland mit dem Motorrad. Der Morgan ist aber schon wirklich ge***l.

Ich bin eher südlich angehaucht ;-)
Vieles rund um Sinclair und andere Retro-Computer:
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von tofro » 03.01.2018, 11:07

Ich bin der festen Ansicht dass die Briten besser Computer bauen können/konnten als Fahrzeuge - Da fällt Pfusch und Murks in der Konstruktion gleich so auf, dass das Ding ab Werk nicht funktioniert und gar nicht in den Handel kommt.

Ich hatte mal ein paar Jahre lang als Student einen Triumph Spitfire, das war eine Dauerbaustelle. Mal davon abgesehen, dass sich ab Werk eine bunte Mischung von metrischen (meistens an der Karosse) und Zollschrauben fand, war das Ding einfach eine technische Fehlauslegung (hochdrehender Langhuber mit eingebauten thermischen Problemen...zweijährlich zerbröselndem Auspuff, Katastrophenelektrik, Dentistengetriebe) mit einem fingermordenden Zelt obendrauf. Spass beim Fahren hat er riesigen gemacht, aber ich lag mehr drunter als dass ich drinsass. Heute könnte man mit viel Geld und Zuwendung daraus wahrscheinlich sogar ein Auto bauen.

Die britischen Motorräder, die ich besessen habe (eine Triumph Tiger und eine Norton Commando, beide damals schon Oldtimer) waren begeisternde Motorräder, wenn sie denn liefen. Allerdings waren beide "Auslaufmodelle mit Spülschmierung" (beide Motoren waren einfach nicht dicht zu kriegen) und hatten ebenfalls eine Katastrophenelektrik, die man am besten gleich rausriss und neu machte. Irgendwie hatte ich immer den Eindruck, dass englische Ingenieure ein Fahrzeug unter der Annahme konstruierten, der Käufer hätte einen festangestellten Mechaniker zuhause. Am Schluss hatte ich keine Lust mehr zum Schrauben, kaufte mir eine BMW und fuhr 250000km mit dem ersten Motor...

Manchmal denke ich mit Wehmut an die Kisten zurück und würde die eine oder andre gerne mal wieder fahren - der Sound eines britischen Paralleltwins ist einfach unschlagbar - aber nicht haben. So viel Zeit habe ich nicht mehr, dass ich so ein Ding am Fahren halten könnte.

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von PokeMon » 03.01.2018, 11:24

tofro hat geschrieben:
03.01.2018, 11:07
Ich bin der festen Ansicht dass die Briten besser Computer bauen können/konnten als Fahrzeuge - Da fällt Pfusch und Murks in der Konstruktion gleich so auf, dass das Ding ab Werk nicht funktioniert und gar nicht in den Handel kommt.
Das kommt aber auch ein wenig auf den Fahrzeugtyp an. Rolls Royce werden mit sehr viel Liebe zum Detail und hoher Qualität produziert, insbesondere einer langlebigen Karosserie. :wink:

Und Triebwerke können die auch. :mrgreen:
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von msch » 03.01.2018, 13:08

... naja, Rolls Royce Cars gehört inzw. zu BMW (seit der Jahrtausendwende) und Bentley zu VW - ist also streng genommen gar nicht mehr britisch ;-)

England/GB übt durchaus eine Faszination auf mich aus, wenn auch nicht im Automobil-Bereich. Mein Compagnon in der Firma hat einen grünen Triumph TR5, der ist echt niedlich, steht aber mehr als er fährt und hat vermutlich Unsummen verschlungen...

Die Briten sind so herrlich schräg und haben wirklich eine interessante Musik-Kultur. Ich sammele ja britische Homecomputer, weil mich die damalige Szene wirklich fasziniert. Einen sehr guten Einblick gibt übrigens die sehenswerte Doku "From bedrooms to billions".
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von PokeMon » 03.01.2018, 13:12

msch hat geschrieben:
03.01.2018, 13:08
... naja, Rolls Royce Cars gehört inzw. zu BMW (seit der Jahrtausendwende) und Bentley zu VW - ist also streng genommen gar nicht mehr britisch ;-)
Na hier ist ja von der Vergangenheit die Rede, also 70er und 80er. :wink:
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von tofro » 03.01.2018, 14:30

PokeMon hat geschrieben:
03.01.2018, 11:24
Das kommt aber auch ein wenig auf den Fahrzeugtyp an. Rolls Royce werden mit sehr viel Liebe zum Detail und hoher Qualität produziert, insbesondere einer langlebigen Karosserie. :wink:
Rolls sind nach dem Prinzip "viel hilft viel" konstruiert. Das ist was anderes. Da ist's ja auch egal, was das kostet. War irgendwie aber nie meine Preisklasse ;)
PokeMon hat geschrieben:
03.01.2018, 11:24
Und Triebwerke können die auch. :mrgreen:
Wenn der Airbus mit einem Triumph-Triebwerk ausgestattet wäre, würde ich mich lieber nicht reinsetzen ;)

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von schombi » 03.01.2018, 14:40

Mir geht es ähnlich wie Gerhard. Sinclair war/ist meine Jugendliebe, sonst war ich aber nie besonders angliophil. Meine drei Jahre, die ich beruflich in Irland verbracht habe (auch wenn die Iren immer beteuern ganz anders als die Briten zu sein - sie sinds nicht) haben aber mein Verhältnis zu UK verändert: Obwohl man weiss, dass es kulturelle Unterschiede wohl nicht nur von Kontinent zu Kontinent gibt, so nimmt man unterschwellig doch an alle Europäer müssten eine zumindest ähnliche Denkweise und Verhalten haben - dem ist weiss Gott nicht so - ich sage nur Pünktlichkeit als Teil der Erziehung...Dort schlicht nicht existent. Passend dazu gibt es auch keinerlei schlechtes Gewissen bei Unpünktlichkeit. Ich habe Hunderte Kunden besucht und noch jedes Mal war "I´ll be with you in two minutes" nach deutschem Empfinden eine glatte Lüge.

Essenstechnisch hat die Zeit aber durchaus meinen Horizont erweitert: Ein Cider mit Eiswürfeln ist eine tolle Sache und Chips (also Pommes) mit Vinegar (aber nur der britische Malzessig, bloss nicht unserer) schmecken wirklich gut.

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von msch » 03.01.2018, 15:43

schombi hat geschrieben:
03.01.2018, 14:40
Essenstechnisch hat die Zeit aber durchaus meinen Horizont erweitert: Ein Cider mit Eiswürfeln ist eine tolle Sache und Chips (also Pommes) mit Vinegar (aber nur der britische Malzessig, bloss nicht unserer) schmecken wirklich gut.
Das ist das erste Mal, dass ich höre, dass die Briten jemanden kulinarisch überzeugen konnten :mrgreen:
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von schombi » 03.01.2018, 17:09

Naja, zumindest mit Cider und Chips. Deep fried Mars bars oder Sägemehlwürstchen brauch ich wirklich nicht....

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von PokeMon » 03.01.2018, 22:08

Naj Porridge hat aber auch was, habe sowas immer gerne gegessen wenn es angeboten wurde. Die englische Küche ist einfach aber man findet auch hier und dort interessante Sachen. Fish&Chips ist eigentlich auch ein cooles Fastfood. Natürlich in Zeitungspapier gewickelt. In der London Times schmeckt es am Besten. :mrgreen:

Und in England war trinken schon immer wichtiger als essen. 8)
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Eratosthenes » 03.01.2018, 23:48

Mich hat England schon ein wenig mehr geprägt.

Bei mir ging es, als ich dann irgendwann grösser wurde, immer noch minimalistisch zu.

- Audio braucht nur zwei- oder drei Knöpfe
- Fahrspass hat nix mit Komfort zu tun
- ...

- Dolby 43895732895278+382957 wird man wohl mit einem Lautstärkeregler (und mit zwei Cinch Steckern) nicht hin bekommen
- "Auf die Schnelle", also um auf den Ring zu fahren, fahre ich mit wachsender Begeisterung mit einem Lotus Auto, auch wenn das _NIEMALS_ irgend einen Rekord gewinnen wird.

Ausgelöst wurde das Ganze von den schrägen Konstruktionen von Sir Clive.

Echt schön, dass es solche Leute gab zu dieser Zeit.

@Kai: Ein richtig schönes Auto. Ist das ein "double six"?
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Paul » 04.01.2018, 07:28

Der Lotus hat das Lenkrad auf der falschen Seite!
Beim Morgan ist es richtig.
Wie soll denn British Fahrspass aufkommen wenn der Lenker links ist.
Bei einem meiner vielen Aufenthalte bei Verwandten in GB hab ich mit meiner Tante für sechs Wochen das Auto getauscht. Sie fuhr meinen Peugeot 204 und ich ihren Mini.
Wie will man mit links richtig lenken wenn die rechte Hand zum Schalten benötigt wird?
Dann lieber mit links schalten uns mit rechts präzise lenken. Nach dem Rücktausch kam mir mein 204 wie eine Sänfte vor.
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von tofro » 04.01.2018, 10:49

Paul,

Der Fahrspaß mit dem Rechtslenker steigt geradezu ins Unermessliche, wenn du ohne Beifahrer in ein Parkhaus willst...

Mein irischer Kollege hat seinen Rechtslenker-GTI verkauft, nachdem ich ihn ein paar mal beim Reinfahren ins Firmenparkhaus fotografiert und die Bilder am schwarzen Brett aufgehängt habe :lol:

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von siggi » 04.01.2018, 12:04

schombi hat geschrieben:
03.01.2018, 14:40
Mir geht es ähnlich wie Gerhard. Sinclair war/ist meine Jugendliebe, sonst war ich aber nie besonders angliophil. Meine drei Jahre, die ich beruflich in Irland verbracht habe (auch wenn die Iren immer beteuern ganz anders als die Briten zu sein - sie sinds nicht) ...
Hallo Schombi
ich war zwar nie beruflich dort, aber oft im Urlaub (überwiegend im nicht-britisch besetzten Teil (Republik Irland), und da lieber im Westen als Osten. Und du?). Ich sehe das etwas anders: an der Ostküste und den großen Städten dort (Dublin, Wexford) ist man sehr nach England orientiert. Je weiter man nach Westen oder Nordwesten kommt (wo irgendwann Gälisch gesprochen wird, nicht mehr Englisch), läßt das sehr nach. Mich haben diese Leute mit ihrer Lässigkeit an Südländer erinnert, niemals an Briten.

Als ich dann von Donegal Richtung Derry unterwegs war und in den britisch besetzten Teil Irlands (Nordirland) kam, kam ich mir wie in Great Britain vor: alles sauber und aufgeräumt. Der Unterschied ist etwa so, wie wenn man von Deutschland in die Schweiz kommt :mrgreen:

Siggi

PS. Irish Stew und irischer Whiskey sind auch sehr lecker ..

Nachtrag: von englischen Autos wäre für mich allenfalls der in Frage gekommen:


Bild
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Kai » 07.01.2018, 14:24

Eratosthenes hat geschrieben:
03.01.2018, 23:48
@Kai: Ein richtig schönes Auto. Ist das ein "double six"?
Natürlich! Ein schnöder Reihensechser kam nie wirklich in Frage. Mich graust es immer noch vorm ersten Kerzenwechsel, aber da muss ich durch.
Den Mischmasch der Schraubennormen kenne ich zu gut. Beim Jag ist auch die Elektrik herrlich erfrischend. Nicht mehr lösbare Steckverbinder, hier und da in den Kabelbaum eingestrickte Sicherungen...

Davon ab. Mich zieht es auch eher Richtung Irland und Schottland. Essen, Leute, Trinken, Landschaft. Alles gut dort, sogar das Klima. Wenn man es mag :D

Und zum "wie weit seid (nicht seit!!!) ihr in der Vergangenheit verhaftet": Leidenschaft für Schallplatten, Röhrentechnik, HiFi allgemein. Streng analog. Das war früher einfach besser. Ich bin trotzdem neuer Technik offen gegenüber, wenn sie denn einen Fortschritt darstellt und nicht nur dem Geldverdienen beim Hersteller hilft.

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von PokeMon » 07.01.2018, 15:53

tofro hat geschrieben:
04.01.2018, 10:49
Mein irischer Kollege hat seinen Rechtslenker-GTI verkauft, nachdem ich ihn ein paar mal beim Reinfahren ins Firmenparkhaus fotografiert und die Bilder am schwarzen Brett aufgehängt habe :lol:
Dabei gibt es so schöne praktische Hilfsmittel. Da hätten die Kollegen ja mal sammeln können für ein Geschenk. :lol:

https://www.amazon.de/Brema-140-340-Alu ... greifzange

Bildschirmfoto 2018-01-07 um 15.52.31.png
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Jens » 07.01.2018, 23:02

Und zum "wie weit seid (nicht seit!!!) ihr in der Vergangenheit verhaftet": Leidenschaft für Schallplatten, Röhrentechnik, HiFi allgemein. Streng analog. Das war früher einfach besser. Ich bin trotzdem neuer Technik offen gegenüber, wenn sie denn einen Fortschritt darstellt und nicht nur dem Geldverdienen beim Hersteller hilft.
Schallplatten = check
Röhrentechnik = negativ
Hifi = ohne das klingt es nicht (check)

Gruß
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von schombi » 08.01.2018, 10:45

Siggi, ich bin beruflich auf der ganzen Insel rumgekommen. Oft musste ich auch von der Republik aus nach Nordirland. Allerdings saßen/sitzen meine Kunden eher selten in vollkommen ruralen Gegenden, sondern mehr bei den größeren Städten wie Cork, Dublin, Galway, Waterford etc. Auch hier kam ich teils mit Irisch in Berührung ("dank" des fehlenden Bezugs zu romanischen Sprachen ein Alptraum zum Lernen), aber nachdem meine Kunden allesamt Chemiker oder Biologen sind, sprachen natürlich alle Englisch.

Die "Lässigkeit", die Du zurecht ansprichst, sieht man aus einem anderen Blickwinkel, wenn man dort arbeiten muss und nicht Tourist ist. Da schlägt "Entspanntheit" ganz schnell in "Schlamperei" um.

Nichtsdestotrotz mag ich die Iren, Nordiren und Briten. Das sind überwiegend nette und höfliche Leute, wobei man aber bei allen britisch-angetouchten Menschen aufpassen muss, nicht deren augenscheinliche Höflichkeit mit Deutscher Erziehung zur Höflichkeit zu verwechseln. Die britische Höflichkeit ist, nach deutschen Maßstäben, oft nur "aufgesetzt" und hinter dem Rücken bzw. untereinander herrscht ein oft sehr rauer Ton, bei dem das F-Wort mindestens 2x pro Satz verwendet, teils sogar in Wörter eingeflochten wird: "I feckin told this in-feckin-competent idiot..." :D

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Kai » 08.01.2018, 20:58

Wenn ich an den doch recht derben Umgang, den Berliner oder Schwaben - egal ob untereinander oder gegeneinander - "pflegen", da scheint mir so ein f**k durchsetztes Englisch allemal höflicher.
Röhrentechnik = negativ
Wirklich konsequent bin da ich auch (noch) nicht. Derzeit werkelt nur eine Röhrenvorstufe zwischen Plattendreher und alter Transistorendstufe. Aber immerhin. Und es muss wohl nicht extra erwähnt werden, dass hier keine Charts durchgenudelt werden, sondern solider Altkram aus der Jugendzeit :D

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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Eratosthenes » 13.01.2018, 02:13

@Lenker rechts oder links

WIE ZEITLOS IST SOWAS?!
Morgan1000.jpg
Where's the wheel?
Morgan1000.jpg (123.92 KiB) 1975 mal betrachtet
Es ist unglaublich, wie viel Charme britische Autos haben...

(UND: Ich habe es geschafft, den Wagen ohne Rückspiegel anzumelden... )

P.S.: Nummernschilder sind für MÄDCHEN, genau wie Fenster, Dächer, usw, ... :D
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von Paul » 13.01.2018, 09:09

Der ist wirklich wunderschön. Aber wäre ein 3 wheeler nicht noch britischer?
Davon gibt es auch eine Euro4 Version...
Wenn ich nicht gerade anderweitig stark belastet wäre könnte ich beim 3 wheeler schwach werden.
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Re: Wie britisch seit Ihr und wie sehr seit Ihr in der Vergangenheit verhaftet?

Beitrag von siggi » 13.01.2018, 09:40

Den da? Na spassig sieht er ja aus ....

https://www.morgan-motor.co.uk/3-wheeler/#ancoverview
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http://zx81-siggi.endoftheinternet.org/index.html

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