ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

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Paul
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Paul » 03.11.2017, 09:42

tofro hat geschrieben:
03.11.2017, 09:00

Die Geschwindigkeit kann das Ding schon alleine aufgrund des Verfahrens nicht erhöhen. Der Spectrum (oder QL) kann über die vorhandenen Leitungen nicht "nach irgendeinem speziellen Sektor fragen" - Er kann nur sagen "ich will lesen" (oder schreiben) und das vDrive setzt ihm dann alle auf diesem Laufwerk vorhandenen Sektoren der Reihe nach vor, er pickt sich raus, was er haben will (und das dauert immer ungefähr 7s - Glücksfaktor, wenn der gesuchte Sektor eben zufällig etwas weiter vorne auf dem "Band" steht). Geschwindigkeitsvorteil ergibt sich nur daraus, das das Lesen bzw. Schreiben eines Sektors immer auf Anhieb klappt und keine Wiederholungen notwendig sind.
Mit etwas Aufwand wäre es schon möglich zu optimieren. Das microdrive kann aus dem Zeitpunkt wann es abgeschaltet wird schließen welche Datei geladen wurde. Es könnte daraus eine Nutzungsstatistik erstellen und nächstes mal bei diesem microdrive die Sektoren der Dateien in passender Reihenfolge wiedergeben mit dem passenden interleave. Im schlimmsten Fall ist es so langsam wie vorher, im besten Fall wesentlich schneller.
Der Aufwand dafür ist natürlich nicht gering. Man muss es halt wollen :wink:
Nur so ein Gedanke...
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von tofro » 03.11.2017, 11:41

Naja. Soll ich aus der Tatsache, dass als letztes die Datei "x" gelesen wurde, jetzt schließen, dass als nächstes auch Datei "x" geladen wird, oder ganz bestimmt nicht Datei "x"? Der Aufwand dafür wäre wahrscheinlich nichtmal so riesig, aber ich glaube nicht, dass man damit wesentlich schneller werden würde.

Was man schon machen kann, (vielleicht ist das ja auch schon drin), ist, dass man den Sektor 0, der die Sector Map enthält, und den/die Sektoren, die das Directory File enthalten, vorrangig ausliefert - Die werden sowieso immer gelesen und geschrieben, sollten also ziemlich vorne in der Loop kommen.

Gruß
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Paul » 03.11.2017, 12:41

Wenn nach dem Einlegen z.B. RUN eingegeben wird so wird das microdrive danach erstmal stoppen. Wenn danach der Screen geladen wird kann man sich merken das nach RUN der Screen geladen wurde. Bei dem nächsten laden wird dann nach RUN als nächstes nach dem directory der screen geschickt. Das kann man weiter fortsetzen und bei multi file Programmen wird man so eine spürbar Beschleunigung erreichen.
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von tofro » 04.11.2017, 20:58

Ich habe mich mit dem Entwickler ausgetauscht - Er hat versucht, die Microdrives so nah wie möglich zu simulieren und spielt die Sektoren genau in der Reihenfolge aus, in der sie im Image stehen. Hält das "Band" an, läuft es später genau an der gestoppten Stelle wieder los. Dadurch sollten auch irgendwelche besondere Kopierschütze, die z.B. an der Sektorreihenfolge hängen, oder headerless Sectors mit dem vDrive laufen.

Mit einem QL würden irgendwelche Optimierungsmaßnahmen wahrscheinlich nicht sehr viel bringen - Genug Speicher vorausgesetzt, saugt sich der über kurz oder lang sowieso den kompletten Inhalt des Tapes in die Slave Blocks und greift irgendwann sowieso nur noch zum Schreiben auf das Band zu. - Auf einem Spectrum mit nur einem Sektorpuffer ist das natürlich ein bißchen anders...

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Grautier » 05.11.2017, 09:42

Beim Original-Microdrive speichert POKE 23791,n n-Kopien der nachfolgenden Datei auf's Band. Wenn eine Datei mehrmals verteilt auf dem Band ist, kann sie dadurch auch schneller geladen werden. Ich werde das demnächst auch mal beim vDrive ausprobieren.

Also:

Code: Alles auswählen

POKE 23791,3: SAVE *"m";1;"3 Kopien"
sichert dieses kleine Programm 3x auf dem Band, bei CAT erscheint es nur einmal. Mit ERASE wird jeweils nur 1 Kopie gelöscht.
Der POKE-Befehl muss vor jedem SAVE erneut eingegeben werden, da er nach SAVE wieder auf 1 gesetzt wird!

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von tofro » 05.11.2017, 10:10

Das sollte auf dem vDrive genauso funktionieren, wenn ich richtig verstanden habe, wie es funktioniert ;)

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Grautier » 05.11.2017, 10:17

Ich bin mir nicht sicher.
Ich habe es probiert und keinen Unterschied gemerkt. Vielleicht war es Zufall, vielleicht habe ich beim sichern einen Fehler gemacht. Ich werde es, wenn ich Zeit habe nochmal probieren.
Aber vielleicht funktioniert das beim Original Microdrive besser, weil da immer wieder "defekte Blöcke" beim formatieren auf dem Band verteilt sind und so das Programm so besser auf dem ganzen Band verteilt wird? Beim vDrive wird es ja wohl solche defekten Blöcke nicht geben und das Programm wird dann x-mal gleich hintereinander geschrieben und der Geschwindigkeitsvorteil geht vielleicht verloren.
Das ist nur so eine Vermutung, ich werde das wie gesagt schon nochmal ausprobieren.

Edit: Wahrscheinlich war das gesicherte Programm zu kurz. Bei einem langen Programm bringt es vielleicht doch ein Vorteil.

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Paul » 05.11.2017, 10:33

Grautier hat geschrieben:
05.11.2017, 10:17
Wahrscheinlich war das gesicherte Programm zu kurz. Bei einem langen Programm bringt es vielleicht doch ein Vorteil.
Lange Programme passen nicht dreimal auf ein Microdrive :mrgreen:
Ob es funktioniert kannst du feststellen wenn erase die Datei nur einmal löscht und nicht bei dem ersten Löschen alle weg sind.
Sinn macht das aber eher bei viel benutzten cartridges wo durch Löschen Lücken entstehen.
Ansonsten ist es besser mehrere Dateien abwechselnd zu schreiben.
Also p1, p2, p3 und dann wieder p1, p2, p3 usw.
Liebe Grüße Paul
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von PokeMon » 05.11.2017, 13:18

Grautier hat geschrieben:
05.11.2017, 09:42
Wenn eine Datei mehrmals verteilt auf dem Band ist, kann sie dadurch auch schneller geladen werden. Ich werde das demnächst auch mal beim vDrive ausprobieren.
Also erstens glaube ich nicht, dass ein Programm dadurch vom Band schneller geladen wird, außer es ist fragmentiert und das Band muss oft spulen um die passenden Stellen zu erwischen. In dem Fall ist es aber günstiger das Band zu formatieren und dann die Datei zu speichern, dann liegen die Daten sequentiell. Was einen Vorteil bei einem Band und mehrfacher Speicherung bringt, ist dass die Datei auch geladen werden kann wenn eine Stelle im Band beschädigt ist und die Datei nicht mehr lesbar ist. In diesem Fall handelt es sich dann aber eher um Sicherheitskopien auf dem gleichen Band. Was ich für wenig sinnvoll halte. Ein Band kann ja auch komplett kaputt gehen.

Dass all das Vorteile beim Zugriff auf einer SD Karte haben soll, hängt von der Implementierung ab. Prinzipiell kann auf einer SD Karte natürlich jeder Sektor wahlfrei gelesen werden ohne messbare Zeitverzögerung. Man kann natürlich den Zugriff auf die SD Karte so abbilden, dass die Sektoren auch hier fortlaufend sind wie bei einem Magnetband. Beim Spulen entsteht naturgemäß eine Wartezeit bis zur nächsten Stelle. Eine solche Wartezeit ist bei einer SD Karte absolut gering (Millisekunden). Letztlich kann man ein Magnetband aber auch so gut simulieren, dass man a) die Lesegeschwindigkeit der eines Magnetbandes anpasst und b) zwischen auseinanderliegenden Sektoren die Zeit berechnet, die ein Magnetband bräuchte um dahin zu spulen und dann einfach mit der Übertragung warten. :mrgreen:

Ob eine solche Implementierung sinnvoll ist, liegt im Auge des Betrachters. Im Grunde könnte man auch nicht lesbare Zeichen vom Magnetband simulieren ähnlich wie den Wobble Effekt bei einem Emulator. Ich finde, sowas geht zu weit.
Aber ist nur meine Meinung. :wink:
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von tofro » 05.11.2017, 13:47

Um zu verstehen, warum das schneller ist, muss man verstehen, wie das Microdrive funktioniert - Im Prinzip genauso wie z.B. Teletext beim Fernsehen: Das Band spielt die Sektoren in der Reihenfolge aus, wie sie auf dem Band sind, der Computer pickt sich anhand der Header die raus, nach denen er gerade sucht. Das heißt, die max. 255 Sektoren, die auf der Endlosschleife drauf sind, wiederholen sich alle 7s (Umlaufzeit der Bandschleife). Ist ein Sektor jetzt öfter als einmal vorhanden, kommt er also öfter als alle 7s "vorbei". Auch Teletext nutzt das, indem es die Seite 100, die Inhaltsseite, eben öfter als die anderen aussendet. Alleine das beweist mMn, dass man sich einen Geschwindigkeitsvorteil erarbeiten kann.

Übrigens erwarten Spectrum und QL, dass die Sektoren "rückwärts" ausgesendet werden (mit fallenden Sektornummern) und sind auch dafür optimiert.

Das "Mehrfachspeichern" einer Datei ist ganz gut geeignet für Daten, die man nie wieder ändern will - Sobald man so eine Datei nachdem sie gespeichert ist, anfängt zu verändern, wird's ziemlich doof.

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von PokeMon » 05.11.2017, 14:04

Okay - dass es ein Endlosband ist, wusste ich nicht. Das macht es vermutlich noch weniger zuverlässig als andere Magnetbänder. Wobei die Kürze des Bandes vermutlich auch wieder von Vorteil ist. Wenn der Spectrum das Band fortlaufend lesen kann, wäre das die schnellste Variante. Bin mir aber hier nicht sicher mit den angegebenen 15 kByte/s.
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von ZX-Heinz » 05.11.2017, 14:21

PokeMon hat geschrieben:
05.11.2017, 13:18
In dem Fall ist es aber günstiger das Band zu formatieren und dann die Datei zu speichern, dann liegen die Daten sequentiell.
Das ist nicht ganz richtig so. Abgespeichert werden Datenblöcke (records) mit einer Länge von ca. 550 Bytes. Sie bestehen aus einem Header, von der IF1-ULA vorgegebenen Bandlücken (7ms) und den eigentlichen Daten. In den Bandlücken läuft das Band weiter. Dadurch entsteht eine Zerstückelung bereits bei dem als erstes gespeicherten Programm.
Bei FORMAT oder CAT wird eine sog. Belegungstabelle angelegt, die die Belegung der ca. 120.000Bytes/550 = ca. 218 records eines Cartridges anzeigt. Die Belegungstabelle besteht aus einer Folge von 0 (=frei) und 1 (=belegt) und wird im RAM zwischen den Systemvariablen und den Kanaldaten angelegt.
Diese Belegungstabellen lassen sich mit einem BASIC-Programm für das jeweilige Cartridge auch anzeigen, da sieht man dann die Fragmentierungen.
PokeMon hat geschrieben:
05.11.2017, 13:18
Prinzipiell kann auf einer SD Karte natürlich jeder Sektor wahlfrei gelesen werden ohne messbare Zeitverzögerung. Man kann natürlich den Zugriff auf die SD Karte so abbilden, dass die Sektoren auch hier fortlaufend sind wie bei einem Magnetband.
Um die Kompatibilität mit den richtigen µDrives zu gewähren, MUSS das dort verwendete Regime eingehalten werden. Sonst würde z.B. ein MOVE-Befehl gar nicht funktionieren.
In Ian Logan, "Mikrodrive Universum" wird die Funktionsweise der Datenablage sehr gut beschrieben.

Nachtrag: Die Lesegeschwindigkeit ist ca. 2*45kbaud = 11 kByte/s. (Jede Spur hat 45kHz).

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von cha05e90 » 06.11.2017, 15:22

Grautier hat geschrieben:
02.11.2017, 23:10
Als allererstes wollte ich mit den vDrive meine immer schlechter werdenden Originalcartridges sichern. Das gelingt mit Bordmitteln nicht, man muss auf externe Software zurückgreifen.
Wenn mein's denn mal da ist, dann ist das auch mein Plan. Ist eine entsprechende Software Teil des "Toolkits" oder was hast Du für die Kopieraktion genutzt? (Im Prinzip könnte ja sogar das "Copier" von der Introduction-Cartridge reichen, oder?)
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von tofro » 06.11.2017, 18:16

Der "Microdrive Doctor" sollte eigentlich für den Spectrum sein, was du suchst.
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Grautier » 06.11.2017, 22:34

cha05e90 hat geschrieben:
06.11.2017, 15:22
Ist eine entsprechende Software Teil des "Toolkits" oder was hast Du für die Kopieraktion genutzt? (Im Prinzip könnte ja sogar das "Copier" von der Introduction-Cartridge reichen, oder?)
Mit Bordmitteln meinte ich auch das Toolkit. Dies enthält keine kopierfunktionen von Dateien oder ganzen Cartridges.

Tatsächlich hätte ich gerne Trans-Express 85.2 genutzt, denn das hatte ich vor vielen Jahren auch verwendet. Ich habe es sogar als Originalcartridge, doch ausgerechnet die hat schon vor Jahren sein Filzpad verschluckt und ging von da an nicht mehr.
Das .mdr Image von Trans Express funktioniert leider nicht auf dem vDrive, es wird nur eine leere Cartridge angezeigt.

Als nächstes habe ich mir das von tofro genannte "Microdrive Doctor" angeschaut. Dies hat eine Kopierfunktion kompletter Cartridges. Leider sind sehr viele meiner Cartridges bereits defekt. Ich habe die zwar mit neuen Filzpads ausgestattet, jedoch sind bei einigen, das Band mit Überresten der Schaumstoffteile des alten abgelösten Filzpads verklebt. Was zum einen natürlich zu fehlerhaften Sektoren führt, zum anderen das Band manchmal etwas klemmt, was zu einem "Microdrive not found" führt. Hiermit kommt der "Microdrive Doctor" nicht zurecht, er beginnt zwar mit kopieren, bricht aber bald mit Microdrive not found ab. Ich habe jedoch mit einem Tool von Microdrive Doctor ein paar defekte Sektoren repariert und müsste mir mal die anderen Funktionen nochmal anschauen.

Danach habe ich "copier" wiederentdeckt. Die Existenz des Programmes hatte ich glatt vergessen: Ich hatte früher nie die Introduction-Cartridge, hatte es nur bei einem Freund kurz gesehen. Mit Copier habe ich alle meine bisher auf's vDrive gesicherten Cartridges kopiert.
Der * MOVE "m";d;"" TO "m";e Befehl von Copier bricht noch nicht ab, wenn das Cartridge schwerer bewegt wird, sondern erst, wenn es eine Datei dank fehlerhafter Sektoren nicht findet. Danach habe ich alle noch fehlenden Dateien einzeln mit Copier kopiert.

Es fehlen mir also noch einige defekte Dateien auf meinen gesicherten Cartridges. Vielleicht komme ich später mit Funktionen von Microdrive-Doctor hier weiter, ausserdem habe ich mir vor kurzem noch RAMDOS heruntergeladen, welches auch Reparaturfunktionen bietet.

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von cha05e90 » 07.11.2017, 13:00

Grautier hat geschrieben:
06.11.2017, 22:34
Danach habe ich "copier" wiederentdeckt.
...klingt alles sehr ähnlich wie bei mir ;-). Den Copier finde ich ziemlich cool - der kopiert nämlich zur Not auch alles stumpf auf eine Kassette. Und nach meiner jetzt noch kurzen ZX-Spectrum-Reaktivierungsphase nach ca. 25 Jahren kann ich sagen: die Dinger sind wesentlich robuster als die Microdrive Cartridges... Da mein vDrive noch nicht da ist, hatte ich zum Rumspielen tatsächlich daran gedacht, diese Kassettensicherung mal zu probieren. Leider lassen sich aber gerade die Daten des "Copier" von der Cartridge nicht mehr lesen.

Und nu' guck ich doof: Wie bekommt man das Programm auf eine echte Diskette, wenn man es sich irgendwie aus einem WoS-MDR oderTAP-Image rausfummln möchte:

PC (?) -> Kassettenrecorder?
DivMMC (TAP) -> Spectrum (?) -> Kassettenrecorder? Insbesondere die letzte Variante wäre schön, weil ich dann nicht zwingend mit dem PC rumhantieren müsste...
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Grautier » 08.11.2017, 15:44

cha05e90 hat geschrieben:
07.11.2017, 13:00

Und nu' guck ich doof: Wie bekommt man das Programm auf eine echte Diskette, wenn man es sich irgendwie aus einem WoS-MDR oderTAP-Image rausfummln möchte:
Bei WOS gibt es den Copier auch als .TAP (http://www.worldofspectrum.org/infoseek ... id=0008044), das erleichtert die Sache. Es muss aber noch eine Zeile im Basic angepasst werden um den CODE-Teil vom .TAP zu laden.

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von cha05e90 » 09.11.2017, 12:47

Grautier hat geschrieben:
08.11.2017, 15:44
Bei WOS gibt es den Copier auch als .TAP (http://www.worldofspectrum.org/infoseek ... id=0008044), das erleichtert die Sache.
Oh, danke für die Info - ich hatte selbst schon versucht per Emulator den "Copier" aus dem MDR-File zu ziehen und ein TAP zu generieren. Allerdings habe ich dann immer noch das Problem, die Daten auf eine echte Kassette zu bekommen - das DivMMC verträgt sich ja nicht mit einem Interface 1. Wobei den BASIC-Teil aus dem TAP laden und wieder speichern, dürfte kein Problem sein; ich bin mir nur nach ca. 25 Jahren nicht mehr sicher, wie ich den Maschinencodeteil aus dem TAP auf's Band bekommen kann. SAVE "copy code" CODE 16384, 49152 sollte ja theoretisch auch funktionieren, oder? ;-)
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Grautier » 09.11.2017, 23:47

Du willst das wirklich auf eine Cassette speichern?
Sowas lade ich dann immer vom Smartphone, wofür es dann diverse (Android) oder einen veralteten (iPhone) TAP-Player gibt.
Der Code beginnt bei 26000 und ist 3129 Bytes lang.

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Jungsi » 10.11.2017, 14:44

Am Montag bekomm ich meine Geräte - allerdings muss ich meine Sachen beim Zoll „auslösen“....— :(
Vieles rund um Sinclair und andere Retro-Computer:
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von ingo » 11.11.2017, 07:12

Ich habe gestern auch die Benachrichtigung vom Zoll bekommen.

Gruß Ingo.
Man darf die Menschen nicht mit ihren Engsten alleinlassen. (Zitat: Peter Glaser)
Solange es keine Künstliche Dummheit mit ihren jeder Vernunft unzugänglichen taktischen Vorteilen gibt, mache ich mir wegen KI keine Sorgen. (auch Peter Glaser)

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Baert » 11.11.2017, 23:41

Wie kann ich das vDrive denn beziehen? SMR oder direkt über vdrivezx / Kontakt oder ... ?

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von tofro » 11.11.2017, 23:47

Immer, wenn er wieder ein paar vDrives gebaut hat, stellt Charles die Dinger bei SMR ein - leider sind sie meistens inerhalb von ein paar Minuten gleich wieder ausverkauft. Interesse scheint sehr groß zu sein.

Tobias
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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Baert » 12.11.2017, 00:02

Das fand ich bei JustSpeccy schon doof.
Da wäre mir eine vorbestell-Option lieber.
Es muss ja kein verbindlcher Liefertermin
oder eine Liefergarantie damit
verbunden sein.

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Re: ZX Microdrive Emulation mit SD-Karte

Beitrag von Paul » 12.11.2017, 06:13

Eine vorbestell Aktion bietet SMR leider nicht.
Davon einmal abgesehen hatte das auch bei mir (QL SD) psychologische Gründe.
Wenn du in deiner Freizeit etwas basteln willst und es ggf verkaufen willst ist das etwas anderes als wenn du weißt das du noch eine ganze Menge machen musst.
Es ist eine Art von Druck der ich mich nicht aussetzen will.
Ansonsten wäre ich aus falschem Pflichtbewusstsein so manches Mal am basteln gewesen statt Zeit mit der Familie zu verbringen.
Von daher bitte ich von "Druck" auf den Hersteller abzusehen.
Die Möglichkeit einer Vorbestell Liste ist ihm sicher bekannt und er hat sich bewusst dagegen entschieden.
Liebe Grüße Paul
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