ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

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shock__
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ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

Beitrag von shock__ » 05.03.2019, 14:26

Ahoi,
aktuell befindet sich jener Rechner bei mir auf dem Schreibtisch und wartet auf seine Wiederinbetriebnahme: http://computermuseum.wiwi.hu-berlin.de ... e=Desktops

Detailscans hier: https://imgur.com/a/hH7SUgH

Meine Frage ... hält sich dieser Rechner an irgendeinem "Klon-Standard" aus der DDR/SU/Ostblock/etc.? Ich hab ja durch die DIP-Schalter oben rechts zunächst gedacht, dass es sich womöglich um einen Spektral handeln könnte - dazu fehlen aber die SRAMs für die Farb-Attribute.
KUB64K passt auch nicht so ganz.

Kennt wer von euch dieses "ISOROM" welches scheinbar eine alternative 16K Bank für das ROM ist?
Ich find jetzt auf dem ersten Blick auch erstmal nichts, was nach Takterzeugung aussieht.
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tofro
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Re: ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

Beitrag von tofro » 05.03.2019, 16:08

shock__ hat geschrieben:
05.03.2019, 14:26
Ich find jetzt auf dem ersten Blick auch erstmal nichts, was nach Takterzeugung aussieht.
Takt kann man auch mit einem Ring-Oszillator aus 7404 oder 7414-Gattern oder sogar mit einem 555 erzeugen. Wahrscheinlich ist irgendwie sowas drin - Ich würde mal von der Taktleitung des U880 aus suchen gehen.

Das ISO-ROM ist hier zu finden - Ich denke, das könnte dasselbe sein. Da liegen auch ein paar PDF-Beschreibungen rum.

Tobias
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shock__
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Re: ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

Beitrag von shock__ » 05.03.2019, 16:40

Die ROMs hab ich gedumpt bekommen, die schienen noch ok zu sein.
Das "ZXROM" ist ein unmodifiziertes Sinclair ROM, das "ISO-ROM" irgendeine andere Version - EInschaltmeldung "(c) 1988 ZX-Spectrum J.Kuwan"
Die deutschen Sonderzeichen sind auch anders belegt (E-Mode + Shift -> ß). Schriftart ist auch eine andere (meine ich beim "ZX-Jena" schonmal gesehen zu haben). Falls sich da wer reinfuchsen will oder das ROM der vollständigkeit halber irgendwo archivieren möchte - nur zu, ist im Anhang.

Wegen dem Taktschaltkreis guck ich gleich mal ... sollte sich ja finden lassen, wenn man Pin6 vom Z80 nachverfolgt.
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iso.zip
(13.06 KiB) 47-mal heruntergeladen
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Re: ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

Beitrag von shock__ » 07.03.2019, 10:18

Fortschritt!

Taktleitung hab ich nicht ganz nachverfolgt bekommen (hinter dem Tesla KF... Transistor wirds unübersichtlich), dafür hab ich ein "brauchbares" Videosignal gefunden (das wird über einen LC-Schwinger eingestellt ... der leider ziemlich zimperlich ist, teilweise reichts schon bis auf 5cm mit der Hand in die Nähe zu kommen damit das Bild 'schwabbelt'). (CPU-)Takt, Zähler und Border-Erzeugung scheinen aber zu laufen. ICs hab ich durchgetestet, da waren 2 RAMs und 3 Dekoder hinüber.

Es bleibt also spannend :) Allerdings darf der Rechner jetzt erstmal 2-3 Tage pausieren ... die Platine ist ziemlich druckempfindlich (vermutlich kalte Lötstelle, defekte Isolation vom Lackdraht oder verdreckter Sockel), das hat mich gestern ziemlich genervt.
Dateianhänge
zx_ddr.jpg
zx_ddr.jpg (145.4 KiB) 673 mal betrachtet
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Re: ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

Beitrag von ZX-Heinz » 07.03.2019, 11:27

tofro hat geschrieben:
05.03.2019, 16:08
Das ISO-ROM ist hier zu finden - Ich denke, das könnte dasselbe sein.
Hallo Tobias,
ich denke, dass Du recht hast und tatsächlich das bekannte ISOROM vorliegt. Eine Archivierung ist daher nicht nötig. Ich habe das ROM im EO ausprobiert und folgende ISOROM-Features gefunden:
1. Deutsche Umlaute, z.B. Ü
2. Eingebauter Monitor mit "@" zu öffnen.
3. Optimierte SAVE/LOAD-Routine.
4. Gleiche Form der Schriftzeichen.
5. Gleiche verbesserte Zeilenedition mit #&Nummer
Gruß, Heinz

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Re: ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

Beitrag von shock__ » 07.03.2019, 19:35

Also das hier ist ziemlich definitiv der Grafikmodus vom ZX Spectrum: https://i.imgur.com/1QOMlpK.jpg (hab jetzt die Zeichen nicht nachgezählt)

Bild ist auch halbwegs stabil (jetzt zeigt mir der Monitor sogar, dass er 'ne gültige Austastlücke hat), teilweise flickern sogar die Zeichen oder der Rahmen, so dass davon auszugehen ist, dass die CPU läuft und Lese-/Schreibzugriffe aufs RAM erfolgen ... woher die Daten kommen, bislang keine Ahnung.

Der Rechner ist allerdings weiterhin extremst druckempfindlich ... wie würdet ihr das angehen (ausser jede Lötstelle nochmal neu zu erhitzen)? Die Sockel machen auf mich eigentlich einen recht guten Eindruck.
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Re: ZX Klon (Marke Eigenbau aus der DDR) Reparatur

Beitrag von shock__ » 09.03.2019, 14:06

Druckempfindlichkeit hab ich leicht reduziert bekommen, ebenso 'ne abgerissene Leiterbahn gefunden die ich erstmal "optisch" wieder ergänzt hab (hatte ne Stelle gefunden die so aussah als wäre die Leitung dort mal drangewesen).

Montag leih ich mir ein Scope, dann werden die restlichen (verlöteten) ICs getestet - sind zum Glück nur Treiber, sollte also trivial sein.
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