Opus Discovery Remake

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Opus Discovery Remake

Beitrag von schombi » 24.03.2019, 15:25

Auf FB bzw. direkt über Ben's Bytedelight gab es in letzter Zeit interessante Details zu einem Opus Discovery Remake, welches wohl von einem User Marjan auf speccy.pl erstellt worden ist. Ist da jemand von Euch informiert/involviert? Ich hätte ja gerne so eine Platine samt BOM.

shock__
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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von shock__ » 24.03.2019, 15:48

Gibt wohl noch 'nen 2. Nachbau ... der ist open source (sprich Platine kannst du selbst produzieren, BOM über'n Schaltplan erstellen): https://github.com/alvaroalea/opusdiscovery-clone
Und dann auch noch ein +D: https://github.com/alvaroalea/plusD-clone
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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von schombi » 24.03.2019, 16:02

Cool, danke. Kannte ich noch nicht. Die schau ich mir mal an. Schade nur, dass beide GALs brauchen. Das packt mein Batronix Batupo II leider nicht.

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von shock__ » 24.03.2019, 16:08

Dafür geht das inzwischen mit dem billigen TL866 ganz gut (22v10 waren lange verbuggt).
Alternativ könnte ich dir die auch programmieren.
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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von spezzi63 » 24.03.2019, 18:23

shock__ hat geschrieben:
24.03.2019, 16:08
Dafür geht das inzwischen mit dem billigen TL866 ganz gut (22v10 waren lange verbuggt).
Alternativ könnte ich dir die auch programmieren.
Was hat sich da in den Jahren verändert, das die 22V10D jetzt zu programmieren sind ?
Gruss,
Günter

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von Speccyman » 25.03.2019, 10:26

Ich finde ein großes Problem beim Spectrum ist, das Sinclair keinen brauchbaren Massenspeicher entwickelt hat. So gab es Fremdhersteller wie Beta, Opus, MGT... und die Userschaft teilte sich so dass es sich nicht lohnte für diese Systeme Programme zu entwickeln. Es blieb letztlich die Kassette...bis zum kommerziellen Ende. Später kam das MB02, war aber vielen zu teuer. Dadurch entstanden dann viele andere Interfaces bis in die heutige Zeit. Ich kann es bald nicht mehr sehen, wie weiterhin ständig neue Massenspeicher-Interfaces entstehen die letztlich alle nicht zu Ende entwickelt werden und nie ihr volles Potential erreichen. Meiner Meinung nach ist das einzige sinnvolle Projekt derzeit das MB03 und nichts anderes würde ich unterstützen. Es bringt die höchste Kompatiblität mit anderen Systemen, vereinigt (voll ausgestattet da modular aufgebraucht) sowohl die Kassette, als auch die Diskette, Festplatte oder SD-Karte. Per Software ist sowohl +D als auch D80 oder Betadisk kopierbar. Selbst zu MS-Dos gibt es Kopiermöglichkeiten. Die Erweiterungsmöglichkeiten hier sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft und bald 25 Jahre nach Erscheinen immer noch riesig.

Andere Interfaces haben auch gute Ansätze, aber gerade die Opus (und das sage ich als ehemaliger Opus-User) ist das schwächste aller Interfaces. Es belegt viel Speicher des Spectrum und ist damit inkompatibel. Es hat keine IDE-Erweiterung und ist auch von der Lese-Schreibgeschwindigkeit dem MB02 klar unterlegen. Man sollte manche Dinge einfach begraben, die Opus gehört dazu.

Gruß

Thomas

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von dhucke » 25.03.2019, 11:07

Speccyman hat geschrieben:
25.03.2019, 10:26
Andere Interfaces haben auch gute Ansätze, aber gerade die Opus (und das sage ich als ehemaliger Opus-User) ist das schwächste aller Interfaces. Es belegt viel Speicher des Spectrum und ist damit inkompatibel. Es hat keine IDE-Erweiterung und ist auch von der Lese-Schreibgeschwindigkeit dem MB02 klar unterlegen. Man sollte manche Dinge einfach begraben, die Opus gehört dazu.
Gruß
Thomas
Die Opus hatte ich auch viele Jahre, kann deine Argumentation insgesamt verstehen. Ich würde auch keine OPUS oder den Remake haben wollen.

Trotzdem möchte ich Argumente nennen die für das Remake sprechen:
Es gibt immer noch Leute (wie mich) die echte physikalische OPUS Disks besitzen. Emulatoren können die OPUS DISKS meines Wissens nicht auslesen, weil der FAT Sektor der OPUS -1 oder 65535 heisst, das bekommen die anscheinend nicht hin. Für Alt-Disk-Besitzer kann also ein Remake Sinn machen.
Speccyman hat geschrieben:
25.03.2019, 10:26
Es belegt viel Speicher des Spectrum und ist damit inkompatibel.
Da musst du dich komplett vertan haben. Das Interface 1 belegt Speicher im Spectrum, nicht die OPUS. Die OPUS kann entweder stur 160 KB disks lesen, ohne jeglichen Speicher im RAM, oder sie bekommt ihr 2K SchattenRAM, dort werden Diskparameter gespeichert. Sie braucht nur Stack, den brauchen definitiv alle Interfaces, soweit ich weiss. Aber sie belegt keine Systemvariablen oder RAM unterhalb BASIC, bin mir da eigentlich sicher.
Will damit sagen, was die RAM Belegung angeht, ist gerade OPUS eine der sparsamen Disksysteme.
Sie benutzt allerdings die Streams, die ja auch das IF1 nutzt, aber das gehört für mich zum Spectrum "Betriebssystem", also die Channels K, J, S, Streams und *J für Joystick etc.
Dann hatte die OPUS ja den Joystickausgang integriert und die Stromversorgung für den Speccy inclusive.
Ein durchgeschleifter Bus war ebenfalls nicht selbstverständlich, und war für manche User wichtig.
Parallel-Printerport ebenfalls inclusive. Den VIDEO OUT will ich nicht als PLUS nennen, der war extrem schlecht.

Gegenüber manchen Disksystemen hatte die OPUS eine super syntax. Microdrive Syntax wurde 1:1 adaptiert, es ging aber auch
LOAD *1;"Programm"
..... das war für die damaligen Betadiskuser ein Grund, umzusteigen auf die OPUS :-)

Was das langsame angeht; es gibt zwei OPUS ROM mit fest eingestellter Steprate, die Version 2.1 hatte eine schnelle Steprate und OPUS war damit durchaus schnell. 2.22 war, was die Steprate angeht, eine Schlafmütze und hatte meines Wissens auch keine Vorteile oder Verbesserungen.

PS wusstet ihr, daß im OPUS ROM eine Copyrightmeldung des Autors Dave Corney enthalten ist:

COPYR DEFM "1984-86 Dave Corne":DEFB#80+"y"

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von roko » 25.03.2019, 12:41

Es gibt mindestens ein Emulator die Opus Disketten verarbeiten kann (Fuse?) .
Und mindestens ein Tool die Disk-Images herstellen kann (SAMdisk).
Die Zahl -1 (oder 65535) ist als Sektornummer nicht moeglich. (Opus verwendet 0-17).
Steprate der Opus hat nur mit die extrem altmodische 40 Trk Laufwerken zu tun.
Speicherplatz (im Spectrum) wird nur benoetigt beim Saven und Loaden (Sektorpuffer).

Ich denke 'Modularitaet' ohne weiteres war nie ein Plus. zB hat Helge Keller damals
seine Opus-Arbeit auf DS 82Tr. (=800K) Disketten abgelegt, und damit war er
komplett an alle 'einfachen' SS 40 Tr. Usern vorbei.
Klar ist auch dass genau die Modularitaet des Opus-Systems ihre Geschwindigkeit
weggenommen hat.
Und dass die riesige Blechdose immerhin zu klein war um ein TV zu tragen.

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von schombi » 25.03.2019, 12:43

Oha, mit so einer kontroversen Diskussion hatte ich gar nicht gerechnet.

Ich muss fuer meinen Teil sagen, dass ich fuer die "Artenvielfalt" bin. Mir macht es Spass mal mit Opus, dann mit +D und dann mit Swiftdisk rumzuspielen. Die haben sicher alle ihre Vor- und Nachteile. Fuer mich hat das Opus einen besondernen Charme, denn a) war es anno 86/87 mein erster Kontakt mit Disketten am Spectrum und, verglichen zu den Kassetten zuvor, war es ein totaler Traum. Zudem war es b) eine "aus einem Guss" Loesung ohne grosses Gebastle und Kabelgedoehns. Dass man dazu noch Joystick- und Printerport bekam, fand ich super. Den S/W Videoausgang (warum nur, warum???) habe ich nie begriffen - der war wirklich eine daemliche Entscheidung.

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von dhucke » 25.03.2019, 16:08

schombi hat geschrieben:
25.03.2019, 12:43
Den S/W Videoausgang (warum nur, warum???) habe ich nie begriffen - der war wirklich eine daemliche Entscheidung.
Genau genommen ist es der "echte" Videoausgang am Connector, 15A, der auch in den Modulator reinführt, ist also mit Farbsignal. Da er aber unverstärkt ist und zusätzlich unabgeschirmt durch das OPUS Gehäuse geführt wird, "rastet" kein Monitor auf das Farbsignal ein.
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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von dhucke » 25.03.2019, 16:21

roko hat geschrieben:
25.03.2019, 12:41
Es gibt mindestens ein Emulator die Opus Disketten verarbeiten kann (Fuse?) .
Und mindestens ein Tool die Disk-Images herstellen kann (SAMdisk).
Die Zahl -1 (oder 65535) ist als Sektornummer nicht moeglich. (Opus verwendet 0-17).
Steprate der Opus hat nur mit die extrem altmodische 40 Trk Laufwerken zu tun.
Speicherplatz (im Spectrum) wird nur benoetigt beim Saven und Loaden (Sektorpuffer).
ich hab mich sicherlich manchmal falsch ausgedrückt, aber so einfach ist es dann doch nicht.

>>Es gibt mindestens ein Emulator die Opus Disketten verarbeiten kann (Fuse?) .
was ich meinte war, "echte" Disketten in den PC einzulesen. Fuse kann OPUS emulieren, dazu aber nur OPD-Images, keine echten Disks in Drive A:
(oder ich hab was übersehen?)


>Und mindestens ein Tool die Disk-Images herstellen kann (SAMdisk).
>Die Zahl -1 (oder 65535) ist als Sektornummer nicht moeglich. (Opus verwendet 0-17).

SAM Disk kann Diskimages herstellen, aber mit allem Respekt, ich weiss sicher, daß der Disktable in Sektor -1 liegt, denn ic hhatte ein Tool geschrieben, das diesen Sektor ausgelesen hat, da ist ein Maschinencode drin, der die Daten der disk ins 2K-RAM einträgt. Hatte damals darauf basierend ein einfaches Passwortschutz Programm geschrieben, das die restlichen Bytes dieses Sektors ausnutzen konnte.
Und SAM Disk hat Probleme damit, diesen Sektor mitzukopieren. Ist allerdings Jahre her daß ich es probiert hatte, möglicherweise hat Simon Owen nachgesteuert.
Ja, OPUS verwendet 17 Sektoren, aber nicht 0-16, sondern -1 bis 15

>Steprate der Opus hat nur mit die extrem altmodische 40 Trk Laufwerken zu tun.
Nein, sorry du irrst dich, ich hatte Version 2.1 und Version 2.22 im Umschaltbaren ROM, und ich hatte in derselben OPUS ein 160K und daneben ein 720 K Laufwerk. Die Steprate war pro ROM immer gleich, nicht pro Laufwerkstyp. 100% sicher.

Ich such dazu demnächst mal was raus :-)
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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von dhucke » 25.03.2019, 18:51

Falls das folgende Thema nicht so richtig passst, können wir ein eigenes daraus machen. Es geht immerhin um die OPUS :-)

Im vorigen Beitrag hatte ich gersagt daß die OPUS Disks einen Bootsektor -1 haben, in dem eine Maschinencoderoutine abgelegt ist. Ich hab mir das ganze rausgesucht, und gebe zu daß es unübersichtlich ist, weil die OPUS mit Tables arbeitet, es gibt einen Zeiger auf eine Tabelle, die wiederum Zeiger enthält auf Einsprungadressen. Das macht das ROM sehr Pflegeleicht, aber auch sehr langsam, weil es immer mehrere Sprünge zu Routinen machen muss. Obendrein ist das Programm kaum nachzuvollziehen, weil man ständig Sprungadressen suchen muss.

Die folgenden Daten beziehen sich auf das ROM 2.2, in anderen Roms stehen die Routinen an anderen Stellen und unterscheiden sich natürlich auch etwas.

Zuerst mal zur Routine, die im Bootsektor abgelegt wird. Auszug aus dem ROM:

The next block is stored on a specially reserved block. It's
number can be found by subtracting from 65536 the 4th (lo-) and
5th (hi-) byte in the disk-info table (table #0A).

1C3E LOST_BLCK JR 1C45,GO_BOOT Step over the databytes. << JR +5 ; =#1805, wird nochmal wichtig
DEFB +28 40 tracks.
DEFB +12 18 sectors/track.
DEFB +40 256 bytes a block, SS.
DEFW +0000 Room for unique number.
1C45 GO_BOOT LD A,(HL) Get number of tracks.
LD (IX+00),A Store it in the table.
INC HL
LD A,(HL) Get number of sectors.
LD (IX+01),A
LD A,(IX+02) Get disk-info byte.
AND +2F This is %00101111
LD D,A Store drive-info.
INC HL
LD A,(HL) Get disk-info from disk.
AND +D0 This is %11010000
OR D Add disk + drive info.
LD (IX+02),A Store it in the table.
RET Finished.


Diese Maschinencoderoutine kann natürlich nur arbeiten, wenn das OPUS RAM 6116 vorhanden ist. Schauen wir also auf die Routine, die entscheidet, ob dieses Programm, oder ob eine ROM-Tabelle verwendet wird:
Auszug aus dem ROM:

THE 'KEY_INT' ROUTINE
This routine initialises the IC 6116's RAM and continues with
the KEY_INT subroutine in the Spectrum ROM at address +004A.

0048 KEY_INT PUSH BC Prepare the stack for the
PUSH HL KEY_INT subroutine.
PUSH DE
PUSH BC
PUSH AF
LD A,(3001)
RRCA Is IC 6116 present and
CALL NC,1554,INIT_RAM2 initialised? Try to initia
lise the RAM if not.
RST 0030,LOOKUP Lookup the address to page
DEFB +0E out and/or return.


Wenn nun das RAM vorhanden ist und WENN eine Disk eingelesen wird, muss das erwähnte Programm aus dem Bootsektor dieser Disk gestartet werden. Dazu gibts vorher einen Ausflug zu Table #0a, der die Bootinformationen enthält:

The information for drive 1:
18E5 DRIVE_1 DEFB +28 (00) 40 tracks.
DEFB +12 (01) 18 sectors/track.
DEFB +41 (02) %01000001
DEFB +00 (03) no extra sectors.
DEFW +0001 (04) boot-block = -1'
<< roko bitte beachten, Bootblock: Sektor -1
DEFB +05 (06) number of retries
DEFB +CE (07) control register
DEFB +04 (08) Drive 3 as virtual
DEFB +28 (09)
DEFB +00 (0A) format type 0
DEFB +0D (0B) interleave = 13
DEFB +05 (0C) number of retries
DEFB +06 (0D) 6 + 1 blocks in 'CAT'


Nun kommt die entscheidende Routine, die nach Prüfung ob RAM vorhanden und holen der Parameter, diesen Bootblock von der Disk lädt und dann dahinspringt: Auszug aus dem ROM:

THE 'INQUIRE THE DISK' SUBROUTINE
On entry C holds 0 when the info should be read from the disk,
and +80 when the info should come from the disk tables. A holds
the drive-number and IX points to the start of the corresponding
subtable of table #0A.

.
1418 GET_CNFG LD HL,+3001
BIT 1,(HL) IC 6116 present?
JR Z,1446,HL:=BLCKS Skip if not.
141F GET_CNFG2 LD HL,+0000 HL := real-block-number.
LD C,(IX+04) BC := - boot-location.
LD B,(IX+05)
AND A
SBC HL,BC HL := boot-location.
LD C,+80 Load 128 bytes.
LD DE,+2780 From address +2780.
PUSH AF From drive 'A'.
CALL 1248,READ_M
POP AF
AND A
LD HL,(2780) Test if the routine is
LD DE,+0518 still there. 0518 is JR +5 << das entspricht dem Anfang des Bootprogrammes
SBC HL,DE
LD HL,+2780 (HL := start of routine)
INC HL
INC HL (HL := start of disk-data)
CALL Z,2780 If present, call it.


Was macht sie? Es wird getestet, ob das RAM vorhanden ist, indem an die RAMzelle #3001 gesprungen wird. Wenn das RAM nicht eingebaut ist, wird 0 zurückgemeldet, ansonsten ist das BIT1 gesetzt. Das ist die Markierung "Ja, RAM vorhanden".
Dann wird die zuvor über Tables festgelegte Adressen der Bootblock von der disk geholt und es wird getestet, ob dieser auch valide ist. Dazu wird der Anfang des Programmes verglichen, ob der 18 05 heisst, JR +5. Wenn es übereinstimmt, ist es erfolgreich geladen worden, und diese Routine endet mit einem direkten Sprung zu dem Im RAM liegenden Bootprogramm, Adresse #2780

Bleibt anzumerken, daß hinter dem Bootprogramm mit seinen rund 40 Bytes noch 200 Byte an Daten frei sind. Da kann man eigene Programme unterbringen und das RET im Bootprogramm entfernen. Schon hat man einen "Virus"
Mit der Idee hatte ich einen Passwortschutz programmiert, der ein KEyword verlangt, um Zugriff zu bekommen. War sehr rudimentär, aber hat fuinktioniert :-)

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von shock__ » 25.03.2019, 22:10

RealSpectrum in der DOS Variante kann auch mit Opus Formaten auf physikalischen Medien umgehen.
spezzi63 hat geschrieben:
24.03.2019, 18:23
spezzi63
Details kann ich dir keine nennen, stand aber küüzlich im Changelog und seitdem laufen die hier.

MB-02+ find ich nebenbei doof ... kann sein, dass die Implementierung ganz intuitiv ist, dafür ist die Hardware ein solcher Klopper, mit einem Formfaktor jenseits von Gut und Böse. BetaDisk und DivIDE find ich da absolut zwecksmäßig.
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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von roko » 25.03.2019, 22:50

Ja, OPUS verwendet 17 Sektoren, aber nicht 0-16, sondern -1 bis 15
Es gibt ein Problem hier das leider schon in das Programm SAMdisk eingebaut wurde.
Die Frage bei Images: "abwechselnde Seiten oder nicht" ist bei SAMdisk falsch beantwortet worden.
Eben fuer SAM-disketten! Wirklich, wirklich schade....

OK, Sektoren dann.
Mann koennte sagen die Nummern hangen davon ab wer diese Sektoren liest.

1. Der 'harte' Floppy Controller Chip (auf jeder Machine!) liest auf Opus Disketten die 18(!) Sektoren 0-17 a 256
(wenn diese 'default' Format gewahlt wurde). Die SektorNummern wurden beim Formattieren magnetisch festgelegt.
(Man koennte Die von Opus, ausser Sektor '0', einfach mit PlusD kontrollieren.... Load@ ose.)

2. Ein DOS kann es innerhalb DOS so machen wie er will. Wir reden jetzt von Software.
Opus-DOS verwendet der erste, sogenannt 'reservierte', Sektor (ODER soviel 'Ersten' als man gewahlt hat!!!)
fuer eigene Zwecken. Weil Opus-Software mit LBA (Logic Block Addressing) arbeitet und diese andere(!) Nummerierung
anfangt mit Sektor 1, wird der erste Sektor folgend auf die Reservierte(n) mit '1' angedeutet.
Diese 'erste 'Sektor koennte, wenn gewuenscht, z.B. auch auf Track 4 liegen und dort Nr. 10 sein!
Dann ist Sektor 2 (LBA) der Efte auf Tr. 4 und Sektor 3 (LBA) der Zwoelfte usw.

Wer Opus-Routinen in sein MC verwendet muss damit rechnen das Diese den LBA Nummerierung erwarten.
Genau wie Du es machst.
Redet man 'Disketten' auf Hardware-ebene, z.B wenn man Plus-D Disketten mittels Opus lesen will, dann liegt das anders.

Die gezeigte Auszug ist von Marcel van Dongen, bearbeitet durch Martijn van de Heide. (WOS)
Marcel is von 'andere Seite' gekommen und nennt sein Sektoren denn auch Blocks.
Das diese Block-nummern eine LBA-Ursprung haben und die Null-Frage NUR auf Spur Eins Beziehung hat koennte man herausfinden.
Leider, ja diese hassliche Tabellen, gar nicht so einfach....
Auf WOS (Dokumentation) gibt es (seit Jahren...) ein Erratum mit mein Kommentaren.
Wird wohl von keiner gelesen, was einfach ein Teil des Alterns ist. An meine Seite, meine Ich :-))))

Es ist mMn. wirklich schade das 'LBA' (-=fortlaufende Nummerierung) nicht frueher gesehen worden ist, ich glaube
das u.A. deswegen Opus immer schon zu niedrig skaliert wurde. Die 'falsch' hergestellte Images haben auch
eine Linie gezogen. Ich kann es dir in Mahlerts zeigen wie Opus DOS heutzutage haette aussehen koennen.....

Wenn man sich denkt dass Opus alte Kram loswerden musste und deswegen mit Discovery kam, wird die
Sache vielleicht klar. Man hat langere 'Step'-Zeiten eingebaut weil die gelieferte 40Tr. Laufwerken sonst nich gut mitmachten.
Weil diese 'Steprate' um nur einige Millisekunden liegt, ist es mMn. gar nicht so wichtig.
Bei 'Quick-DOS' von Victor Vogelpoel ist beim Laden die Pufferung in RAM verlassen. Dadurch wird die Geschwindigkeit
etwa verdoppelt. 'Bei uns' (ich meine NL) hatten fast Alle diese ROM dabei.

Roelof

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von roko » 25.03.2019, 23:12

Ich glaube nicht das ein eigenes Thema notwendig ist.
Wer sich mit ein 'Neue Opus' beschaeftigen will, soll Alles hier finden....
Auch seine Freunde.
Beide.

roko
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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von roko » 26.03.2019, 10:00

Hallo Dieter,

Dein MC Listing genauer angesehen.
Du schreibst "DEFW +0001 (04) boot-block = -1' << roko bitte beachten, Bootblock: Sektor -1 ".
Tatsaechlich steht die '+0001' hier fuer 'Anzahl der Bootblocks'.
Hatte auch 'Versatz' heissen koennen, offset. Hiess bei Van Dongen (orig.) noch "extra block =-1"

Dann versteht man auch warum die vorangehende Byte durch Van Dongen angemerkt wird als "extra tracks ???"
NEIN die gehoert einfach zu den Versatz mit 16 Bits LBA Sektor-Nummerierung.
Und JA, Van Dongen hat es fast gut gesehen.
Du hast das bestimmt schon herausgefunden, melde es nur fuer die Leser.

Roelof

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von Speccyman » 29.03.2019, 12:04

shock__ hat geschrieben:
25.03.2019, 22:10
MB-02+ find ich nebenbei doof ... kann sein, dass die Implementierung ganz intuitiv ist, dafür ist die Hardware ein solcher Klopper, mit einem Formfaktor jenseits von Gut und Böse. BetaDisk und DivIDE find ich da absolut zwecksmäßig.
Naja, in einem Thread über Opus von anderen Interfaces als klobig zu sprechen ist da schon etwas fehl. Das MB02 ist natürlich viel kleiner wie die Opus, aber in der ersten Fassung schon etwas groß geraten. Die weiteren Fassungen von Ingo sind da schon kleiner und das neue MB03 wird wohl in den Abmessungen eher einem +D gleichen, das Größenproblem ist gelöst. Den Syntax vom MB02 kennt jeder, es ist der normale Tape-Syntax. Auch ein Vorteil, so sollte es für niemanden ein Problem darstellen mit dem MB02 Programme zu laden, weitere Möglichkeiten natürlich inklusive. Als einer der alle Disketteninterfaces getestet hat, lege ich mich fest: Nichts kommt an das MB02 ran.

Noch zu Dieter: Die Opus belegt definitv Speicher unterhalb des Basics. Schreib ein kleines Basicprogramm und mach Clear 24500... danach gehen keine Diskettenbefehle mehr. Bei Plus D gehts es noch, ist aber auch irgendwann Schluß (vielleicht 24300). Beim MB02 gibts da gar kein Problem, alles was auf Tape geht, geht hier eben von Disk. Inklusive nachladen von Leveln in MC (nicht immer, aber oft, manchmal ist der Code komplizierter). Viele Multilevel-Spiele habe ich einfach von WOS runtergeladen, rübergezogen (auch etwas was mit Opus/+D/Beta nicht geht) und einfach losgespielt. Kein umschreiben und schon gar kein nachladen der Level von Tape.

Es wäre absolut sinnvoll wenn möglichst viele das neue MB03 unterstützen anstatt in Remakes von Systemen Energie zu investieren die einfach deutlich weniger bieten. Das sage ich, obwohl ich auch noch eine Opus habe. War mein erstes Diskettensystem, aber das war 1986. Ich habe auch nicht mehr denselben Spectrum, sondern der hat auch mehr Speicher und AY und durch das MB02 noch mehr Aufwertung bekommen.

Gruß

Thomas

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von Norbert » 01.04.2019, 14:09

Hallo !
Ich an Datenspeichersystemen MB02, Beta-Disk und DivIDE.
Das MB02 (Original und von Ingo) ist mir das liebste System, einfachster Syntax in BASIC und sogar einige gute Zusatzfunktionen zum Bedienen des Spectrums unter BASIC, da ist mir die Größe des Interfaces nicht so wichtig.
Tschüß Norbert

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von msch » 01.04.2019, 19:48

ich lese hier MB03 - ist da etwa etwas in der Mache? Wenn ja, würde ich umgehend Interesse anmelden!
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
werch ein illtum! (lichtung, Ernst Jandl)

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von schombi » 01.04.2019, 21:20

Das gibt es eine MB03-Facebookgruppe. Das Teil sieht sehr interessant und dazu kompakt aus.

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von msch » 01.04.2019, 21:36

Danke, habe es gefunden und gleich abonniert. Die Gruppe heisst übrigens mb02+ und im Titel steht mb03+
Edit: es gibt noch eine Gruppe: mb02+ & mb03+ Ultimate.
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
werch ein illtum! (lichtung, Ernst Jandl)

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Re: Opus Discovery Remake

Beitrag von msch » 01.04.2019, 21:51

Um den thread nicht komplett zu kapern, hier weiter für Diskussionen zum mb03+
http://forum.tlienhard.com/phpBB3/viewt ... f=6&t=2979
manche meinen lechts und rinks kann man nicht velwechsern.
werch ein illtum! (lichtung, Ernst Jandl)

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